Longieren – Grundsätzliches

Die wohl bekannteste Art der Bodenarbeit ist das Longieren. Man kann damit viel erreichen, sei es, um das Pferd nach einer Verletzung ohne Reitergewicht zu bewegen, zum Aufwärmen, zum Abkühlen oder zur Vorbereitung auf weiter gehende Lektionen, auf Reiten oder Fahren.

Unterscheidung: auch Reitanfänger werden zunächst longiert, das heißt, das Pferd wird vom Longenführer gelenkt und der Reiter kann sich ganz dem Finden der Balance, seinem Sitz und schließlich den Hilfen widmen.

Longiert zu werden ist für den Reiter keine Schande und auch für Fortgeschrittene sinnvoll, um beispielsweise den Sitz zu korrigieren. Nicht umsonst lernen die Reiter der Spanischen Hofreitschule Wien viele Monate an der Longe, bevor sie das erste Mal frei reiten dürfen.

Zum Longieren braucht man im Wesentlichen drei Ausrüstungsgegenstände:
Die Longe, einen Kappzaum und die Longierpeitsche. Idealerweise hängt man die Longe nicht am Gebiss ein, sondern benutzt einen Kappzaum. Als Kompromiss kann man die Longe, vor allem, wenn man nur kurz longieren will, z.B. zum Aufwärmen, mit einer Longierbrille an den Gebissringen einhängen.

Die Longierbrille ist ein kleiner Gurt mit 2 Karabinern an den Enden, die in die Gebissringe eingehängt werden und einem Wirbel oder einem Ring in der Mitte, in den die Longe eingehängt wird. Sie ist wie gesagt eher ein Kompromiss als eine gute Lösung, da das Gewicht der Longe Druck auf die Kiefer ausübt.

Häufig wird die Longe auch ohne Longierbrille direkt am Gebiss eingehängt. Das Gebiss wird dabei seitlich aus dem Maul gezogen und es entsteht ein einseitiger Druck aufs Pferdemaul. Insofern ist das zu vermeiden.

Eine zentrale Rolle beim Longieren hat die Stellung des Longenführers zum Pferd. Das hier gezeigte Dreieck zwischen Pferdekopf, Hinterhand und Longenführer, welches von Longe, Longierpeitsche und Pferd dargestellt wird, ist immer aufrecht zu erhalten. Nur so können die Longierhilfen korrekt gegeben werden.

Wie steht der Longenführer beim Longieren richtig zum Pferd?

Wie steht der Longenführer beim Longieren richtig zum Pferd?

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