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Probleme beim Aufsteigen

Im Artikel >> Richtig Aufsteigen << ist der Vorgang des Aufsitzens genau beschrieben. Aber was machen, wenn das Pferd nicht so will wie man selbst? Es gibt einige kleine Tricks, mit denen man sich das Aufsteigen auch bei jungen oder ungezogenen Pferden erleichtern kann. Problem 1: Das Pferd weicht nach vorne aus

Manche Pferde versuchen sich regelrecht vor der Arbeit zu drücken, indem sie beim Aufsteigen nach vorne weglaufen. Besonders unangenehm und – beim Vorhandensein von Zuschauern – undwürdig ist das, wenn der Reiter schon halb oben ist und nicht mehr vom Pferd weg kommt. Unter Umständen kann das sogar richtig gefährlich werden, nämlich wenn das Pferd nicht nur ein paar Schritte läuft sondern sich einfach davon macht und den Reiter mitzerrt.

Bei Pferden, die einfach nur ein, zwei Schritte nach vorne machen, um ihren Reiter zu ärgern 😉 reicht es meist aus, die Zügel etwas kürzer zu nehmen. Wichtig ist dabei, dass beide Zügel gleich lang sind, denn sonst fängt das Pferd statt nach vorne zu flüchten an, sich zu drehen.

Pferde, die beim Aufsteigen losrennen um sich zu entziehen, sind ein größeres Problem. Hier kommt man nicht ohne Helfer aus, der das Pferd festhält und sicher stellt, dass der Reiter sicher aufsteigen kann. Vorher sollte man allerdings unbedingt die Ursache klären, warum sich das Pferd dermaßen heftig zu entziehen versucht. In Frage kommen gesundheitliche Ursachen wie Bein- oder Rückenprobleme sowie ein schlecht sitzender Sattel. Sind gesundheitliche Ursachen abgeklärt und passt auch der Sattel gut, so handelt es sich um ein Verhaltensproblem, das meist durch schlechte Erfahrungen beim Reiten hervorgerufen wird. Dagegen hilft nur, dem Tier langsam und mit viel Geduld das Vertrauen zum Reiter zurück zu geben.

Empfehlenswert ist es dabei, erst einmal aufs Reiten zu verzichten und vom Boden aus Vertrauen zu erarbeiten. Hierfür gibt es viele geeignete Möglichkeiten (siehe unter „Bodenarbeit“).

Problem 2: Das Pferd weicht nach hinten aus
Analog zum Problem des vorwärts rennens (siehe oben) kann das Pferd auch nach hinten ausweichen, indem es schlicht nach hinten läuft. Die häufigste Ursache hierfür sind zu kurz gefasste Zügel beim Aufsteigen. Einfach die Zügel lockerer fassen und ausprobieren, ab wann das Pferd rückwärts flieht. Dann war’s zu viel.

Sind die Zügel locker und das Pferd flüchtet trotzdem nach hinten kann das auch hier gesundheitliche Ursachen haben oder an einer erlernten Verhaltensstörung liegen (siehe oben). Das Vorgehen ist analog dem oben beschriebenen: wenn gesundheitliche Ursachen ausgeschlossen worden sind muss man dem Pferd von neuem beibringen Vertrauen in den Reiter zu haben. Das gelingt am besten mit einigen Einheiten Bodenarbeit.

Problem 3: Das Pferd zappelt beim Aufsteigen hin und her
Manche Pferde sind einfach nervig, andere haben nie gelernt, wirklich still zu stehen, bis der Reiter obenauf sitzt. Gegen beides hilft nur üben und belohnen. Vor allem junge Pferde haben allerdings noch nicht das richtige Gleichgewicht, um mit dem Reitergewicht, das ja beim Aufsteigen mehr oder weniger lang auf einer Seite hängt, zurecht zu kommen. Sie versuchen durch das Trippeln, schlicht nicht umzufallen.

Tipp: vor dem Aufsteigen das Pferd am Widerrist packen (am besten mit beiden Händen) und ein wenig hin und her wiegen, als wolle man das Tier umwerfen. Das Pferd stellt sich dann von ganz alleine stabiler hin und hat besseren „Bodenkontakt“, muss also nicht erst wenn der Reiter versucht, aufzusteigen, nach Gleichgewicht suchen. Schon kann man entspannt und ohne Gezappel aufsteigen. Nach einigen Malen Aufsitzen mit dieser Hilfe haben die meisten Pferde gelernt, sich „breiter“ hin zu stellen.

Comments

  1. Stehen bleiben beim aufsteigen ist wirklich meist eine Erziehungssache. Auch wenn ich oben bin sollte das Pferd nicht selbstständig loslaufen sondern auf das Kommando warten. Gedenkminute und dann erst los! Oft ist ein Helfer zunächst unerlässlich und dazu Konsequenz.

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