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Mauke Teil 2 – Behandlung und Therapie

Auf die Ursachen und wie man die Entstehung der Mauke vermeiden kann wurde schon im ersten Teil „Mauke – Ursachen und Ausreden“ eingegangen.

Was aber, wenn das Pferd nun trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch Mauke bekommen hat oder man ein Pferd übernimmt, das von Mauke befallen ist?

Zuerst sollte man die befallenen Beine gründlich reinigen. Hierfür nimmt man am besten ein mildes Pferdeshampoo. Nach dem Waschen unbedingt gut abtrocknen. Eventuell vorhandene Krusten sollte man jetzt komplett entfernen. Das kann für das Pferd unter Umständen sehr unangenehm sein. Bitte vorsichtig vorgehen und darauf achten, dass das Gesicht nicht direkt in „Schusslinie“ des Pferdehufs gehalten wird! Auch das bravste Pferd kann kurz zappeln, wenns zwackt oder kitzelt.

Nachdem die Krusten restlos entfernt sind sprüht man die stellen dick mit Desinfektionsspray ein. Bitte auch hier farbloses Spray verwenden, keine jodhaltigen Mittel, um den Blick auf die Wunden nicht durch Farben zu verfälschen.

Anschließend sollte die Wunde mit einer Salbe abgedeckt werden. Die Mauke-Stellen einfach offen zu lassen oder keine Salbe zu verwenden mit dem Argument, dass sich unter dieser Keime vermehren ist wenig sinnvoll, denn zum Einen wurde die Stelle ja vorher gut desinfiziert und zum Anderen gelangen in eine nicht abgedeckte Wunde viel schneller neue Keime.

Beim Abdecken wichtig ist, dass man wirklich ordentlich abdichtet und keine offenen Stellen bleiben. Als geeignet erwiesen hat sich Zinksalbe oder, besser noch Mirfulan Salbe (gibt’s auch als Spray) aus der Apotheke. Letztere enthält unter anderem Lebertran, der die Heilung beschleunigt und leicht antiseptisch wirkt.

Die Prozedur sollte man täglich wiederholen, also auch die Salbenreste weg waschen, neu desinfizieren und neue Salbe aufbringen.

Zu erwähnen sei, dass Mauke nicht zur Stallruhe zwingt, im Gegenteil: da es im Zuge der Läsionen an den Beinen auch häufig zu Schwellungen aufgrund gestörten Lymphabflusses kommt, ist leichte Bewegung der Heilung sehr förderlich.

Ist nach wenigen Tagen keine Besserung der Mauke-Löcher zu sehen (Heilung vom Rand her, die betroffenen Stellen sollten also kleiner werden), sollte man einen Tierarzt hinzuziehen.

Der Tierarzt wird eine Probe der Kruste bzw. von der Mauke-Oberfläche nehmen und so die genaue Ursache bestimmen. Hierfür kommen nämlich nicht nur Bakterien in Frage, sondern auch Pilze oder Milben. Auch die beiden letzteren lieben feuchtes Milieu.

Der Tierarzt bestimmt also genau den verursachenden Keim. Bakterien können sodann mit einer passenden antibiotischen Salbe und eventuell ergänzend mit einem Oral oder als Injektion verabreichten Antibiotikum bekämpft werden.

Milben wird man am besten mit einem Milben-Shampoo los. Die Behandlung der Mauke-Schäden unterscheidet sich hier nicht von der oben beschriebenen, das Shampoo schon.

Bei Pilzen als Ursache für die Mauke wird eine fungizide Salbe verabreicht. Außerdem kann gibt es eine Impfung gegen Hautpilze, die sich vor allem zur Vorbeugung als sinnvoll erwiesen hat.

In seltenen Fällen kann auch eine Virusinfektion zu Maukesymptomen führen. Hier kann man nur versuchen, das Immunsystem des Pferdes zu stärken (auch hierfür gibt es spezielle Injektionen). Ansonsten ist die Behandlung wie anfangs beschrieben, vor allem, um an den wunden stellen nicht noch eine bakterielle Infektion oben drauf zu setzen.

Da auch Stress die Entstehung von Mauke begünstigen kann sollte man nach Möglichkeit versuchen, den Stresspegel des Pferdes zu reduzieren. Vielleicht hat Ihr Pferd ja Ärger mit einem Kameraden auf der Koppel? Beobachten Sie mal das Verhalten auf der Koppel, möglichst unbemerkt.

Auch Allergien können zu Mauke-Symptomen führen. Hier sollte die Quelle der Allerige abgeklärt werden. Stroh beispielsweise kann, vor allem, wenn es stark staubt, auch an den Beinen zu Allergien führen. Zur Abklärung von Allergien sollten Sie einen Tierarzt zu Rate ziehen, da das Prinzip von Versuch und Wirkung schlicht zu lange dauert und das Leiden des Pferde unnötig verlängert.

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