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Stallsuche: Merkmale einer guten Box

Die Boxenhaltung ist die wohl häufigste Haltungsart von Pferden, vor allem wenn sie im Sport eingesetzt werden sollen. Bei der Suche nach einem passenden Stall sollte man sich die Boxen genauer anschauen und einige Punkte beachten, um das Pferd artgerecht, gesund und sicher unterzubringen:

  1. Die Box sollte ausreichend groß sein. Als Richtwert gilt: die Seitenlängen sollten mindestens zwei mal das Stockmaß (=Widerristhöhe) des Pferdes des Pferdes betragen. Damit hätte ein Warmblut mit einem Stockmaß von 170cm mindestens eine Box mit 340 x 340 cm, also 11,56 Quadratmeter zur Verfügung. Im Zweifelsfalle sollte man lieber nachmessen, denn gerade in älteren Ställen sind die Boxen oft deutlich kleiner.Manche Pferde fühlen sich in allzu großen Boxen nicht wirklich wohl. Läuft das Tier andauernd ruhelos herum und legt sich das Verhalten auch nach einer gewissen Eingewöhnungszeit nicht (und konnte man andere, krankheitsbedingte Ursachen ausschließen) sollte man über einen Umzug in eine etwas kleinere Box nachdenken. Kommt ein Pferd mit der Boxenhaltung generell nicht klar gibt es genügend andere, sinnvolle Möglichkeiten der Haltung wie Offenstall- oder Aktivstall-Haltung.
  2. Das Pferd sollte nach Möglichkeit Blickkontakt zu seinen Artgenossen haben. Schöner ist es natürlich, wenn sich die Pferde auch über die Abgrenzung ihrer Boxen hinweg ein bisschen beschnuppern können, die Boxen also nicht bis Deckenhöhe vergittert sind. Allerdings kann das bei Boxnachbarn, die sich nicht riechen können, auch zu vermehrtem Stress führen. Man sollte also bei Boxen, die „oben offen“ sind, die Pferde immer mal wieder aus der Ferne beobachten um festzustellen, ob sich die Nachbarn auch vertragen.
  3. Der Boden der Box sollte rutschfest sein, um dem Pferd einen sicheren Stand zu bieten und auch beim Aufstehen genügend Halt zu bieten. Glatte Fliesen oder Betonböden ohne Rillen sind weniger geeignet als Boxen, die mit Stallmatten ausgelegt wurden. Die Verwendung von Stallmatten spart außerdem Stroh, da man nicht so viel Einstreu braucht, um dem Pferd eine weiche und vor allem warme Liegemöglichkeit zu schaffen. Das heißt allerdings nicht, dass man in Boxen mit Stallmatten nur zwei, drei Hälmchen Stroh einstreuen sollte. 20% weniger als bei Betonböden machen aber am Ende des Jahres doch einiges aus.
  4. Die Wände der Boxen sollten aus stabilem Material bestehen. Bretter müssen dick und stabil genug sein, dass das Pferd sie nicht durch treten kann. Dünne Bretter oder solche mit zu viel Abstand stellen ein erhebliches Verletzungsrisiko dar, weil beim Durchtritt der Huf stecken bleiben kann und dabei schwere Verletzungen entstehen.
  5. Die Box darf keine hervorstehenden Kanten, Nägel, Schrauben, Ecken oder sonstige Verletzungsquellen haben.
  6. Die Tränke (am hygienischsten ist eine automatische Tränke) sollte nicht tiefer als auf Höhe des Buggelenks (Brust) sein, da das Tier sonst hineintreten kann. Viel höher angebrachte Tränken führen zu einer ungesunden Position beim Trinken (Kolikgefahr!)
  7. Der Futtertrog muss aus bruchfestem Material bestehen. Dass auch dieser keine scharfen Kanten oder Risse haben darf versteht sich von selbst.
  8. Ein Salzleckstein in einer passenden Halterung versorgt das Pferd mit notwendigen Materialien. Wenn ein neues Pferd die Box bezieht sollte auch der Stein getauscht werden. Dabei kann man die Halterung auf Schäden oder Kanten untersuchen und der neue Stein überträgt keine eventuellen Krankheiten von dem Pferd, das die Box vorher bewohnt hat.
  9. Die Boxentür muss ausreichend groß sein und sich auch weit genug öffnen lassen. Der Riegel darf nicht so angebracht sein, dass das Pferd ihn öffnen kann (Pferde sind in dieser Hinsicht oft erstaunlich erfindungsreich), sollte aber leicht genug gehen, dass man ihn problemlos mit einer Hand entriegeln kann.
  10. Dass die Box, die Boxenausstattung und auch der Boxenboden, genau wie Stallgasse, Sattelkammer und der Rest der Reitanlage sauber und gepflegt sein sollten muss wohl nicht noch einmal extra erwähnt werden….


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