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Steigbügelriemen aus Leder – worauf beim Kauf achten, wie richtig pflegen?

Leder ist wohl das bekannteste und traditionellste Material, aus dem Steigbügelriemen gefertigt werden. Gerade bei Leder als Naturmaterial gibt es gewaltige Unterschiede was die Qualität angeht. Sehr billige Riemen sind aus ebensolchem Leder gefertigt. Sie halten meistens nicht so lang wie hochpreisigere Riemen und sind auch weniger geschmeidig, was zu unangenehmen Druckstellen führen kann. Außerdem enthalten Billigriemen häufig Chrom III, welches beim Gerben von billigem Leder benutzt wird und bei empfindlichen Pferden Allergien auslösen kann.

Beim Kauf von Ledersteigbügelriemen sollte man also sowohl auf die Herkunft des Leders als auch auf die Verarbeitung achten. Sind die Riemen gerade geschnitten, die Löcher sauber ausgestanzt, die Nähte solide und gerade?

Achten Sie auch auf die Metallteile: Sind die Schnallen entgratet, haben also keine scharfen Kanten? Passen die Dornen der Dornschnallen gut in die dafür vorgesehenen Löcher, ohne gleich wieder heraus zu rutschen? Teurere Steigbügelriemen haben an den Schnallen eine kleine Führung, dass der Dorn nicht wackeln kann sondern seinen Weg ins passende Loch automatisch findet. Das ist sehr praktisch, wenn man vom Sattel aus die Riemenlänge verändern will oder muss.

Richtig Pflegen
Ledersteigbügelriemen längen sich immer etwas aus, weil sie beim Aufsteigen stärker belastet werden. Um sicher zu gehen, dass die Bügel dennoch immer möglichst gleich lang eingestellt werden können sollte man spätestens alle 8 Wochen die Steigbügelriemen untereinander austauschen, also den bisher Rechten nach links schnallen und umgekehrt. So dehnt sich das Material einigermaßen gleichmäßig aus, die Steigbügel bleiben auf gleicher Höhe und man kann beim Seitenwechsel der Riemen auch gleich nachschauen, ob die Löcher noch in Ordnung sind oder ob irgendwo eine Naht aufgegangen ist.

Das Leder kann man wunderbar mit pflegen, wenn der Sattel mit Sattelfett eingerieben wird. Dazu massiert man das Sattelfett mit einem fusselfreien Tuch in kreisenden Bewegungen ein, lässt es einige Zeit einziehen und poliert das Leder dann mit einem anderen, ebenfalls fusselfreien Tuch. Der Riemen sollte danach nicht mehr fettig sein, weil er sonst unschöne Fettspuren sowohl am Pferd als auch am Reiter hinterlässt.

Beschädigte Steigbügelriemen sind unbedingt auszutauschen und zwar nicht erst, wenn ein deutlicher Riss im Leder sichtbar ist, sondern auch bei zu stark ausgedehnten Löchern oder einer angefransten Naht. Ein gerissener Steigbügelriemen ist viel zu gefährlich als dass man ein Risiko eingehen sollte. Selbst sehr gute Reiter bleiben bei einem Riss des Riemens oft nicht oben – schon allein deshalb, weil der Riemen ja nicht einfach so sondern unter Belastung reißt. Sprich: über dem Sprung, beim Leichttraben, im leichten Sitz – genau da, wo er am meisten gebraucht wird und wo auch am meisten passieren kann. Also nochmal: Steigbügelriemen die auch nur kleine Macken oder Mängel haben sind umgehend auszutauschen!

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