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Pferderücken sackt beim Aufsteigen durch – was tun?

Vor allem bei älteren Pferden oder Schulpferden ein häufiges Phänomen: sobald der Reiter seinen Po in den Sattel setzt sackt das Pferd deutlich mit dem Rücken nach unten durch.

Auch wenn man das leider viel zu oft sieht, das ist weder normal noch gesund. Doch woran kann das liegen und was kann man dagegen tun?

Eine sehr häufige Ursache ist, dass der Reiter, statt sich sanft in den Sattel gleiten zu lassen, sich einfach fallen lässt. Ein Pferd ist aber kein Sessel, in den man sich am Abend zum Fernsehgucken plumpsen lässt. Für das Pferd bedeutet ein Reiter, der sich nach dem Aufsteigen einfach fallen lässt Schmerz, denn immerhin fällt ihm ein „Sack“ mit im günstigsten Falle 10% seines Körpergewichts (und das wäre dann schon ein sehr schlankes Reiterlein) in den Rücken.

Wie unangenehm das ist kann jeder selbst ausprobieren: Gehen wir von einem Reiter mit 70 Kilo Körpergewicht aus. Man packe einen Rucksack mit etwa 8 Kilo Gewicht (das entspräche bei einem Pferd von 600 kilo einem Reiter mit eben diesen 70 Kilo). Dann setze man den Rucksack auf und bitte einen Helfer, das Gewicht hoch zu heben. Jetzt auf alle Viere gehen, gemütlich machen und dann darf der Helfer das Gewicht los lassen. Nicht schön? Eben. Und genau das tut ein Reiter, der sich einfach so in den Sattel fallen lässt seinem Pferd jedesmal an. Gilt übrigens auch fürs Leichttraben.

Insofern ist es wirklich wichtig, dass man sich folgendes klar macht: wenn man aufsitzt, so ist das Aufsitzen erst dann beendet, wenn man mit dem Hintern Kontakt zum Sattel hat. Dieser Kontakt kommt zustande, indem man sein Gewicht mit den Oberschenkeln hält und sich langsam (!) in den Sattel sinken lässt.

Sackt das Pferd beim Aufsitzen durch, obwohl sich der Reiter nicht fallen lässt, sondern sanft einsitzt liegt entweder ein Rückenproblem vor (hier wäre der Tierarzt eine gute Wahl) oder das Pferd hat eine total untrainierte Bauchmuskulatur.

„Warum Bauch, wenn doch der Rücken durchsackt?“ werden sich einige fragen. Ganz einfach: gehalten wird immer von der gegenüber liegenden Muskulatur. Auch das kann man ganz einfach ausprobieren, indem man sich in den Vierfüßlerstand begibt, dann mal den Rücken nach unten durch hängen lässt und anschließend einen Katzenbuckel macht. So wird klar dass das, was den Pferderücken nach oben hält die Bauchmuskeln sind. Also sollten die Bauchmuskeln trainiert werden. Wichtig: Bitte vor dem Trainieren der Bauchmuskulatur unbedingt abklären, ob das Durchsacken nicht durch ein Rücken-Problem zu Stande kommt, um nichts zu versäumen.

Wie kann man also die Bauchmuskeln beim Pferd trainieren? Situps fallen ja naturgegeben weg, aber es gibt einige sehr schöne Möglichkeiten, beispielsweise Cavaletti-Training. Bitte unbedingt langsam mit dem Training anfangen, um das Pferd nicht zu überfordern, denn das gibt sonst nur Muskelkater und ein sehr unwilliges Pferd. Am besten beginnt man einfach mit zwei oder drei auf dem Boden liegenden Springstangen, über die das Pferd im Schritt geführt oder im leichten Sitz geritten wird. Traben sollte man erst dann, wenn das Pferd eine gewisse Grundfitness erreicht hat, sonst könnte der Rücken Schaden nehmen.

Toll, um den Bauch zu trainieren sind auch Schritt-Ausritte oder Spaziergänge auf unebenem oder hügeligem Gelände. Ist die Fitness schon fortgeschritten kann man das Bauchmuskel-Training mit einigen kleinen Sprüngen (und ich meine kleine Sprünge, also gerade so hoch, dass das Pferd einen Hüpfer machen muss) ergänzen.

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