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Pferdekauf mal anders betrachtet – Tipps und Tricks

Gerade wenn man sein erstes Pferd kauft ist die Verwirrung oft groß. Worauf sollte man achten, welche Kleinigkeiten sind wirklich wichtig und wie vermeidet man es, einem zwielichtigen Pferdehändler (nicht alle Pferdehändler sind fragwürdig, aber leider gibt es auch heute noch schwarze Schafe, denen der Anfänger oft zu leichtgläubig aufsitzt) auf den Leim zu gehen? Hier einige Tipps zum Pferdekauf, die teilweise sicher auf den ersten Blick etwas unorthodox anmuten, aber sicher bei der Entscheidung, auch wirklich das richtige Pferd zu kaufen, helfen werden:

  1. Man sollte sich auf jeden Fall vorher über die Verwendung des Pferdes klar werden. Am besten notiert man kurz, worauf man Wert legt und was das Pferd leisten soll bzw. können muss. Ein verklärter Kauf, weil das Pferdchen so schöne Augen hat, bei dem man nachher feststellt, dass man doch eigentlich einen Freizeitpartner wollte und jetzt ein ehemaliges Rennpferd im Stall hat, bringt über Kurz oder Lang nur Frust.
  2. Beim Besichtigen sollte man sich unbedingt genug Zeit nehmen und sich auch von niemandem drängen lassen. Händler, die Zeitdruck machen haben wahrscheinlich was zu verbergen.
  3. Wer sich unsicher ist sollte unbedingt einen zweite Person mit Pferdesachverstand mitnehmen. Und selbst, wenn die Begleitung keine oder nur wenig Ahnung von Pferden hat sehen vier Augen mehr als zwei. Wichtig: nicht nur das Pferd, sondern auch den Verkäufer im Auge behalten. Ist er vielleicht nervös, besonders aufgekratzt oder macht dauernd unpassende Späßchen? Vorsicht ist besser als Nachsicht…
  4. Egal, wer am Ende seinen „Senf“ zu der Entscheidung, ob das besichtigte Pferd das Richtige ist oder nicht, hinzu geben wird: zuerst sollte sich der zukünftige Besitzer sein eigenes, unbeeinflusstes Bild machen. Am besten gelingt dies, wenn man seinen ersten Eindruck kurz notiert, bevor man sich mit jemandem darüber unterhält. Gut gemeinte Ratschläge von Freunden oder Familienmitgliedern verzerren oft das eigene Bild und führen zu Entscheidungen (sowohl pro als auch contra), die der spätere Besitzer so eigentlich gar nicht getroffen hätte. Nur muss er bzw. sie nachher mit dem Pferd glücklich sein und nicht die Freundin, der Partner oder das Familienmitglied, die das Pferd – vielleicht aus ganz anderen Gründen wie der spätere Besitzer – toll oder auch schlecht fanden.
  5. Das Pferd sollte zunächst an der Hand vorgeführt werden, am besten sowohl auf hartem als auch auf weichem Untergrund (siehe die Artikel zum Thema Lahmheit.
  6. Bevor man sich auf das Pferd schwingt sollte man es von jemandem vorreiten lassen. Dabei fallen Fehler im Verhalten oder im Gangwerk meistens besser auf als wenn man selbst im Sattel sitzt.
  7. Wenn möglich (und das sollte es auf jeden Fall sein, wenn man nicht gerade auf einem Pferdemarkt kaufen will) sollte man auf mehrere Besichtigungstermine bestehen. Pferde sind nicht immer gleich gestimmt und man sollte sich ja von seinem zukünftigen Sportpartner ein möglichst umfassendes Bild machen können
  8. Idealerweise kommt man nach dem ersten Besuch auch mal kurzfristig oder unangemeldet vorbei. So kann man das Pferd ohne eventuelle „Vorbereitung“ wie Beruhigungsmittel sehen. Wenn der Verkäufer unangemeldete Besuche grundsätzlich ablehnt kann man das Pferd ja vielleicht auch auf der Koppel beobachten, dazu braucht man den Verkäufer nicht. Oder man wittert unlauteres Verhalten des Anbieters und lässt lieber die Finger davon. Alternativ kann man auch im Rahmen der Ankaufsuntersuchung eine Blutprobe nehmen lassen und diese auf Beruhigungsmittel untersuchen lassen. Allerdings sind nicht alle Mittel in den Standard-Tests nachweisbar.
  9. Zu guter Letzt: gerade bei Freizeitpferden dürfen und sollen auch das Herz und Bauchgefühl mit entscheiden. Damit sind keine Mitleidskäufe der mitunter armen Kreaturen gemeint, die auf Pferdemärkten ihr trostloses Dasein fristen, sondern viel mehr, ob der Kauf des Pferdes, das den Anforderungen entspricht, beim Käufer ein gutes Gefühl hinterlässt. Pferdekauf mit Bauchgrimmen ist noch selten gut ausgegangen.

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