Arthrose beim Pferd – das frühe Aus für gute Sportler

Pferde müssen heute enorme Leistungen bringen. Sogar das Freizeitpferd ist meist im Dauereinsatz, wird täglich oft mehrfach geritten, schon allein weil mehrere vergebene Reitbeteiligungen oft der einzige Weg sind, sich den Traum vom eigenen Pferd zu erfüllen. Leider geht der gesteigerte Leistungsanspruch an den Pferden nicht spurlos vorbei. Frühzeitige Verschleißerscheinungen wie Arthrose oder Hufprobleme können die Folge sein.

Glücklicherweise kann man vorbeugen, jedoch profitieren meist nur die Pferde von Profireitern von den Segen der modernen Forschung. Dabei ist die Vorsorge und das Lindern leichter Arthrose mit dem richtigen Know How weder kompliziert noch besonders teuer, sondern erhält die Gesundheit und die Leistungesfähigkeit unseres vierbeinigen Sportkameraden.

Was ist Arthrose überhaupt?

Unter Arthrose versteht man die degenerative Erkrankung der Gelenksknorpel. Zum besseren Verständnis: Im Gelenk sind die Flächen, die aufeinander reiben, mit glattem Knorpel überzogen. Diese Knorpelschicht macht die Bewegung erst möglich, denn blanker Knochen wäre viel zu rauh und würde sich wie Schmirgelpapier abreiben. Bei Arthrose ist dieser wichtigen Knorpel nun geschädigt, das Gelenk kann nicht mehr „sauber laufen“. Es kommt zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen bis hin zur schweren Lahmheit. Am Ende der Arthrose steht, so schlimm das sich anhört, der Schlachthof. 🙁

Vorbeugen ist besser als heilen

Doch wie kann man der Abnutzung der Gelenkknorpel vorbeugen, um es erst gar nicht zur Arthrose kommen zu lassen? Zunächst einmal sollte man sein Pferd nur in dessen Möglichkeiten belasten. Auch Pferde brauchen Ruhephasen, in denen sich ihre Muskeln, Sehen und Gelenke von den Beanspruchungen erholen können. Wenn das Pferd beim Warmreiten irgendwie steif wirkt und sich die Verspannungen nicht lockern wollen, dann ist dies kein „schlechter Tag“ sondern einfach ein Anzeichen von Überlastung. In diesem Fall sollte man so viel Tierfreund sein und das Training abbrechen. Ein Schritt-Ausritt im Grünen oder besser „zurück auf die Koppel“ sind die beste Vorbeugung gegen degenerative Erkrankungen.

Natürlich kann man auch mit Futterergänzungsmitteln vorbeugen und sogar leichte Arthrose effektiv mildern. Allen voran sei hier der Aminozucker Glucosamin erwähnt. Er wird normalerweise aus Futterbestandteilen selbst hergestellt, kann aber auch ergänzend gefüttert werden. Vor allem in Zeiten erhöhter Belastung hat sich das Zufüttern von Glucosamin bewährt. Glucosamin ist der Hauptbestandteil der Synovia, der Gelenkflüssigkeit. Diese dient zum Einen als „Schmiermittel“ fürs Gelenk, zum Anderen ist sie für die „Ernährung“ des Knorpels verantwortlich. Korpel habe im Gegensatz zu Knochen nämlich keine eigenen Blutgefäße, sie werden von außen durch die sie umgebende Gelenkflüssigkeit ernährt. Fehlt diese, geht der Knorpel an Nährstoffmangel zu Grunde, wird dünn, rissig oder brüchig. Arthrose ist die direkte Folge.

Ein weiterer sehr hiflreicher Stoff im Kampf gegen Arthrose ist MSM (Methylsulfonylmethan). MSM wird auch beim Menschen eingesetzt, um bereits vorhandene Arthrose zu milden und kommt vor allem in Milchprodukten und Kaffee vor. Da wir unseren vierbeinigen Sportfreunden morgens nicht unbedingt einen Cappuccino reichen sollten, bevor wir mit dem Training beginnen, macht auch hier der Einsatz von Futterergänzungsmitteln Sinn. MSM als schwefelhaltige Aminosäure hemmt sowohl die die Arthrose immer begleitende Arthritis (Gelenksentzündung) und schützt gleichzeitig den Knorpel vor dem Abbau.

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