Gras am Wegesrand – fragwürdiger Snack zwischendurch Teil 1

Jeder Reiter kennt (und hasst) es: Kaum hat man mit dem Pferd den vertrauten Stall verlassen, schon versuchen die Burschen (und Mädels) allerlei Grünzeug zu erhaschen, sei es von in den Weg hängenden Bäumen oder auch ganz frech mit gesenktem Kopf am Straßenrand. Offenbar ist das Gras in Nachbars Garten oder in diesem Fall wohl eher außerhalb heimischer Gefilde tatsächlich grüner als daheim. Viele Reiter lassen ihr Pferd gewähren, denn so ein paar Grasbüschel oder frische Zweiglein werden dem Ross schon nicht schaden. Wirklich nicht? Vielleicht sollte man einige Punkte bedenken:

Giftpflanzen

Ja, die gibt es überall und welchem Reiter und Pferdebesitzer graust es nicht vor dem gefürchteten Johanniskraut, das sich zunehmend auf unseren Wiesen und Koppeln breit macht und schwere bis tödliche Vergiftungen zur Folge hat? Nur sind am Wegesrand auch einige Giftpflanzen zu finden, die weder Reiter noch Pferd sofort als solche ausmachen, z.B. weil sie nicht zur heimischen Flora gehören. Ein weit verbreitetes Beispiel ist der Goldregen, ein wunderschöner und sehr tödlicher Zierbaum, der in vielen Gärten gepflegt wird. Ein weniger auffälliges aber nicht weniger gefährliches Beispiel ist der Stechapfel. Die Liste ist lang und Pferd und Reiter meist unwissend.

Schön und hochgiftig: Goldregen

Schön und hochgiftig: Goldregen

 

Düngemittel und Pflanzenschutzmittel

Häufig werden Pflanzen, sowohl Zier- als auch Nutzpflanzen mit vielerlei Düngemitteln oder Pflanzenschutzmitteln behandelt. Was den Pflanzen helfen soll bzw. Insekten und Schädlinge abhalten, ist für den empfindlichen Verdauungstrakt unserer Pferde buchstäblich Gift. Die Vergiftungserscheinungen können von leichten Magen-Darm-Problemen oder neurologischen Ausfällen (also Nerven- und Gehirnprobleme) bis hin zu ernsthalften Koliken, Krämpfen und sogar bis zum Tode reichen. Das sollte der leckerste Grasbüschel nicht wert sein.

Weitere Gründe, warum Ihr Euer Pferd nicht außerhalb des Stalls oder der Koppel fressen lassen solltet findet Ihr in Teil 2 des Artikels „Gras am Wegesrand – fragwürdiger Snack zwischendurch Teil 2

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