Pferdefütterung aber richtig – Thema Zusatzfutter

Pferde müssen heute viel leisten und genauso viel aushalten. Als Herdentiere stehen sie oft stundenlang in eigentlich zu kleinen Boxen, werden dann spontan auf der Koppel mit anderen Pferde vergesellschaftet, sollen Turniere und Ausritte bei Verkehrslärm meistern und dabei immer gesund und gelassen sein. Doch all das bedeutet puren Stress für die Tiere. Bei den meisten Pferden treten Anzeichen für Alltagsstress meist zunächst bei der Verdauung zu Tage. Koliken, Magenprobleme, Durchfall, übermäßige Blähungen, Kotwasser oder (selten) Verstopfung sind Anzeichen für ernsthafte Erkrankungen, die häufig durch Stress entstehen. Der Stress an sich lässt sich beim heutigen Anforderungs- und Haltungsprofil des Pferdes meist nicht gänzlich abschaffen, auch wenn es ratsam ist, extrem empfindliche und sensible Pferde lieber nicht mit Turnierstress und ständigen Reisen zu belasten, aber man kann durch die richtige Fütterung einiges zur Gesunderhaltung seines Freizeitpartners beitragen.

 

Zusatzfutter als Gesundheitsaspekt

Was Zusatzfutter angeht scheiden sich, wie bei allen Themen der Tierernährung, die Geister. Die Einen plädieren für streng naturnahe Ernährung und würden ihr Pferd am liebsten den ganzen Tag durch die Steppe schicken, wieder andere verbringen ihren Abend damit, Futterzusammensetzungen und Vitaminanteile auszurechnen, dass der geliebte Einhufer das perfekte Mischungsverhältnis im Futter vorfindet.

Zusatzfutter beim Pferd

Mit Liebe füttern heißt richtig füttern

Beide Extreme sind wohl übertrieben, denn heute muss man sich eigentlich keine großen Gedanken mehr um die Frage machen, welche Bestandteile in wieviel Milligramm im Futter enthalten sind. Kraft- und Rauhfuttergaben sind sowieso auf die energetischen Bedürfnisse und den Tagesablauf des Pferdes abgestimmt. Beides ist keine Zauberei, denn der Bedarf an Kraftfutter lässt sich einfach aus dem Gewicht und dem Aktivitätslevel des Pferdes errechnen, Rauhfutter sollte sowieso nach Möglichkeit ständig zur Verfügung stehen. Der Bedarf an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen lässt sich einfach, kostengünstig und effektiv mit einem speziellen Müsligemisch decken, das man als Ergänzung zur Grundfutterversorgung anbietet. Die Müslimischungen sind bereits perfekt kombiniert und werden von den meisten Pferden sehr gerne genommen.

Damit ist der Sportpartner rundum gut versorgt und ein wichtiger Faktor, der bei der Stressminimierung hilft, kann abgehakt werden, nämlich die Versorgung mit Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen.

 

Und welches Müsli ist das Richtige?

Im Handel wird eine Vielzahl fertiger Müsli-Mischungen angeboten und als Reiter wird man vom Angebot geradezu erschlagen. Einige Punkte sind jedoch wichtiger als andere und können bei der Auswahl des perfekten Müsli-Zusatzfutters hilfreich sein.

  • nicht zu viel Eiweiß. Sowohl im Kraftfutter als auch im Gras (Weidegang) ist reichlich Eiweiß enthalten. Zusatzfutter sollten deshalb wenig eiweißlastig sein, sonst droht im Extremfall Hufrehe.
  • Möglichst staubfrei. Pferde neigen, wie wir alle wissen, zu Atemwegserkrankungen und Allergien. Staub ist daher auch beim gesunden Pferd so weit es geht zu vermeiden, denn wir wollen ja keine schlafenden Hunde wecken. Tipp: „Melassierung“ heißt nichts anderes als dass dem Zusatzfutter geringe Mengen Melasse beigefügt wurden und man die Bestandteile des Futters mit einer dünnen Melasse-Schicht überzogen hat. Damit kann es auch nicht stauben.
  • Haferfrei. Heute neigen immer mehr Pferde zu negativen Reaktionen auf Hafer. Ohne Hafer keine Allergie.
  • Wenn möglich wählt ein Zusatzfutter mit Kräuterzusatz. Pferde sind Leckermäulchen und wissen den Geschmack frischer, aromatischer Kräuter sehr zu schätzen.

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