Mauke behandeln – Grundlagen

Mauke war und ist ein Thema, bei dem Reiter und Pferdefreunde hellhörig werden. Vor allem die Halter von Kaltblut- und anderen schweren Pferden mit viel Fesselbehang können häufig ein Lied von den entzündeten Krusten an der Fesselhaut ihrer Schützlinge singen. Jahrelang wurde der dichte Fesselbehang von häufig befallenen Rassen wie Tinker oder Friesen für das Auftreten der Mauke verantwortlich gemacht. Neueren Erkenntnissen zu Folge entsteht Mauke vor allem bei zu viel von Kraftfutter. Das Überangebot an Energie benötigt zur Verstoffwechslung erhebliche Mengen an Mineranstoffen. So entsteht ein relativer Mineralstoffmangel, das heißt, obwohl das Pferd eigentlich genügend Mineralstoffe zu sich nimmt verbraucht es mehr. Es kommt zum Mangel. Besser wäre es, dem Pferd mehr Rauhfutter anzubieten und dieses durch ein passendes Mineralfutter zu ergänzen, denn selbst aktive Freizeitpferde brauchen meist deutlich weniger Kraftfutter als ihnen aufgetischt wird. So weit zur Theorie. 

Was aber kann man machen, wenn das Pferd bereits an Mauke erkrankt ist?

Hier kommen wieder alte Bekannte zu Tage, wie beispielsweise der Hinweis, das Pferd nicht auf nassem Boden oder in tiefem Schlamm stehen zu lassen. Der Grund hierfür ist denkbar einfach: die sowieso schon geschädigte Haut wird zusätzlich belastet, Keime können durch die aufgeweichte Oberfläche viel leichter eindringen. Die sowieso schon vorhandene Entzündung bedingt außerdem eine lokal verschlechterte Immunlage, die Bakterien, Pilzen und Viren leichtes Spiel macht. So verschlimmert sich das anfangs nur als leichte Hautreizung erscheinende Krankheitsbild der Mauke zusehends.

Tinker mit typischem Fesselbehang

Tinker mit typischem starkem Fesselbehang

Wichtig ist also, die Fesselregion des erkrankten Pferdes sauber und trocken zu halten. Um die Heilung zu beschleunigen kann und sollte man die erkrankte Haut unterstützen.

Vor der Behandlung sollte die Fesselregion gereinigt werden. Am besten verwendet man hierzu Kernseife oder ein spezielles Shampoo, jedoch sollte man auch bei Maukebefall die empfindliche Fesselhaut nicht überpflegen. Das heißt, zu viel Waschen ist genauso schädlich wie gar nicht waschen. Als Richtlinie: nicht häufiger als alle 2 Wochen waschen und auf jeden Fall alle Seifenreste abspülen, denn diese reizen, wenn sie nicht ausreichend entfernt werden, die entzündete Haut erst recht. Hat man die Fesseln gereinigt und getrocknet sollte man die erkrankten Hautstellen mit einem geeigneten Mittel bedecken. Die Behandlung der Mauke mit einem desinfizierenden Spray wie beispielsweise dem Hautspray von ProntoCare Vet “EquinoLine” hat sich bewährt. Das Spray ist als Gel gehalten und haftet dadurch länger auf den betroffenen Regionen als es eine flüssige Lösung könnte, so kann man Mauke behandeln ohne ständig mit der Sprayflasche hinter dem Pferd zu stehen ;-).

Übrigens: Mauke-stellen bleiben immer offen, also bitte keine Experimente mit irgendwelchen Verbänden oder Umschlägen. Wichtig ist, dass die Haut atmen kann, also Luft an die Haut kommt. Nur so kann die befallene Haut abheilen, denn Verbände stauen Wärme und Feuchtigkeit, die wiederum das Bakterienwachstum fördern.

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