Erkrankungen des Bewegungsapparats beim Pferd

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Erkrankungen des Bewegungsapparats gehören zu den häufigsten Pferdeerkrankungen. Teilweise ist das Erkrankungsrisiko bereits durch genetische Anlagen erhöht. Hinzu kommen dann oft Fehler bei der Haltung, Ernährung, beim Sattel, dem Beritt und Hufbeschlag. Naturgemäß nehmen Erkrankungen des Bewegungsapparats mit dem Alter der Tiere zu.

Die häufigsten Probleme des Bewegungsapparats

Am häufigsten zeigen sich Erkrankungen wie Arthrose, Spat, Schale und Hufrollenentzündung. Unter den Begriff Spat fallen akute und chronische Entzündungen von Knochen und Gelenken am Sprunggelenk. Bei der Arthrose tritt ein Gelenkverschleiß ein, der mit sehr schmerzhaften akuten Schüben verbunden sein kann und chronischen Schmerzen bei jeder Belastung. Bei der Schale ist die Knochenhaut schwer gereizt, was zu Wucherungen der Knochenhaut führen kann. Sie tritt meist am Fesselbein, Kronbein und Hufbein auf. Die Hufrollenentzündung zeigt sich durch Degeneration im Hufrollenbereich. Betroffen sind somit die Beugesehne, der Hufrollenschleimbeutel und das Strahlbein. Alle Erkrankungen des Bewegungsapparats sind hoch schmerzhaft, beeinträchtigen das Tier erheblich bei der Beweglichkeit. Unbehandelt kommt es zu schweren Degenerationen, Versteifungen, gänzlicher Lahmheit einzelner Gliedmaßen, schweren Gelenkveränderungen. Bei schwerem, chronischem Verlauf können all diese Krankheiten dazu führen, dass das Tier getötet werden muss. Rechtzeitige Vorbeugung und Behandlung sind ein unbedingtes Erfordernis.

Ursachen

Abgesehen von genetischen Dispositionen sind Haltungs-, Reit- und Beschlagfehler die häufigsten Ursachen. Begünstigend wirkt auf jeden Fall eine langzeitige Boxenhaltung. Gesünder ist die Haltung in der Box mit Paddock oder der Offenstall. Sättel sollten dem Pferd körpergerecht angepasst werden, der Beritt sollte entlastend gestaltet werden. Eine fachlich richtige Behufung ist unabdingbar. Weitere Ursachen können auch Traumata nach Unfällen sein, Verletzungsfolgen und falsche Fütterung, zu starke Gewichtszunahme der Tiere. Auch zu frühes, sehr hartes Einreiten und dauerhaft falsches Longieren begünstigen die Krankheiten.

Therapien

Die Therapien dieser Erkrankungen sind vielfältig, langwierig, jedoch in der Regel gut wirksam. Besonders bei jüngeren Tieren lassen sich gute Erfolge erzielen. Viel und richtige Bewegung, schonender Beritt sind ebenso wichtig wie die Korrektur von Haltungs- und Fütterungsfehlern. Beim Trauma sollte ein schonender Abbau der Verkrampfungen eingeleitet werden. Um die eine hilfreiche Beweglichkeit zu ermöglichen, sind Schmerzmittel oft unumgänglich. Es können zusätzlich Hyaluronsäure und Glucosamin gegeben werden, sowie genau gemischte Kräutermischungen. Es gibt viele wirksame medizinische und naturmedizinische Mittel. Art und Dosierung der Gaben sollten von einem Veterinärmediziner festgelegt werden. Oft müssen verschiedene Gaben erprobt werden, da die Tiere unterschiedlich reagieren. Tiertherapeuten können dem Pferdehalter Massagen zeigen, geeignete Bandagen und hilfreiche, weiche Reit- und Longierhaltungen. Dabei wird auch darauf eingegangen, wie krampfhafte Schonhaltungen beim Pferd abgebaut werden können.

Weitere Informationen und Links:
Tierapotheke für Pferde unter www.europa-apotheek.com
Video über Arthrose beim Pferd auf www.youtube.com

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