Pylonen – kleiner Helfer mit unzähligen Möglichkeiten

Pylonen, dem Laien häufig nur unter dem Begriff „Verkehrshütchen“ bekannt, kennt jeder von uns aus dem Straßenverkehr oder der Verkehrserziehung mit dem Fahrrad, die wir in der Grundschule als freudige Abwechslung genießen durften. Doch wer denkt, dass das bloße Absperren von Baustellen und Kennzeichnen von Slalomkursen zur Steigerung der Verkehrssicherheit von Grundschülern der einzige Einsatzzweck der meist orange-weiß gestreiften Plastikhütchen ist, den kann man leicht eines Besseren belehren.

pylone

Pylone

Gerade für uns Reiter bieten Pylone eine Vielzahl an wunderbaren Möglichkeiten unser Pferd zu trainieren. Nicht nur für Freizeitreiter sondern auch im Pferdesport und der Pferdedressur sind Pylonen mittlerweile bei leistungsorientiertem und professionellem Training ein wichtiger Bestandteil geworden. 

Die richtige Pylone für’s Pferd

Für Pylonenübungen mit oder auf dem Pferd haben sich Pylonen von mindestens 50cm Höhe als ideal herausgestellt. Die Farbe spielt eine untergeordnete Rolle. Wer jedoch vor hat, sich zusätzlich zum Plyonentraining mit Dualaktivierung zu befassen sollte seine Pylonen am besten gleich in Gelb und Blau kaufen. Ihr solltet mindestens 8 Stück haben, besser sind 12, also 4 (oder 6) gelbe und 4 (oder 6) blaue. Damit seid Ihr für alle Übungen bestens ausgerüstet und man muss nach dem Pylonen kaufen nicht zusätzlich noch die Ausrüstung für die Dualaktivierung erstehen sondern ist mit den Pylonen prima ausgerüstet.

Die ersten Schritte zum Pylonen-Training

Da Pferde von Natur aus neugierig sind kann man Tiere, für die Pylonen neu sind, recht einfach an die bunten Kegel gewöhnen. Man verteilt ein paar davon in der Halle und lässt das Pferd frei laufen. Es wird, von seiner natürlichen Neugierde getrieben, die lustigen Kegel sofort in Augenschein nehmen und genauer untersuchen. Da die Pylonen aus weichem Kunststoff bestehen kann dabei eigentlich nichts passieren, selbst wenn das Pferd auf eine Pylone tritt oder drauf beisst. Dass man das Pferd trotzdem nicht mit den Pylonen alleine spielen lassen sollte versteht sich von selbst.

Hat das Tier die Pylonen erst mal inspiziert kann es los gehen mit den Übungen. Eurer Phantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt.

Pylonen als Hilfsmittel bei Bodenarbeit und Longiertraining


Vor allem für junge Pferde, die sich z.B. beim Longieren mit dem Einhalten des Kreisbogens schwer tun und gerne über die äußere Schulter fallen kann man mit den Hütchen eine wunderbare angedeutete Bande stellen, an der das Pferd sich orientieren kann. Zunächst nehmt Ihr all Eure Pylonen und schafft so eine deutliche Barriere. Wenn das Pferd dann gut zurecht kommt und langsam versteht, wie der Hase läuft beim Longieren könnt Ihr die Reihen der Pylonen langsam ausdünnen, bis Ihr sie komplett weg lassen könnt.

Auch bei der klassischen Bodenarbeit könnt Ihr mit Pylonen toll arbeiten, indem Ihr z.B. kleine Trials absteckt und die verteilten Hütchen im Wechsel umrundet. So lässt sich das Pferd auch auf die Außenseite sauber biegen (Ihr „wickelt“ das Pferd quasi um die Pylone rum), denn es hat einen Anhaltspunkt und muss sich nicht „um leeren Raum“ biegen.

Pylonen-Training vom Sattel aus

Mindestens genauso gut wie für die Arbeit vom Boden aus eignen sich Pylonen für Reitübungen. Ihr könnt z.B. einen Slalom auf der Mittellinie anlegen oder auch eine Gasse, das Eurem Pferd das exakte Gehen auf einer Geraden vereinfacht.

Toll sind sie beispielsweise auch als Mittelpunkt von Volten oder als Markierung beim „Viereck verkleinern und vergrößern“.

Tipp: Es gibt auch Pylonen, die seitlich Löcher haben, um als Stangenhalter zu dienen. In Kombination mit den passenden Stangen habt Ihr so noch viel mehr Möglichkeiten mit Eurem Pferd zu arbeiten.

Last but not least: die Kunststückchen

Da wie bereits erwähnt das Material der Pylonen so einiges mit macht könnt Ihr mit den Hütchen auch wunderbar an kleinen Zirkuskunststückchen wie z.B. „bring das Hütchen“ arbeiten.

 

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