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Reiten im Schnee: Aufstollen beim beschlagenen Pferd verhindern

Ausritte in der verschneiten Winterlandschaft sind wunderschön und für die meisten Reiter und Pferdebesitzer ein absolutes Highlight. Das dabei vor allem bei beschlagenen Pferden häufig vorkommende und gefährliche Aufstollen, also das Zusammenballen und Vereisen des Schnees unter den Hufen, kann man mit einfachen Mitteln verhindern.

Bei beschlagenen Pferden lässt man am einfachsten schon vor dem ersten Schneefall sogenannte Schneegrips anbringen. Das sind hufeisenförmige Kunststoff-Unterleger, die zwischen Huf und Hufeisen genagelt werden. Sie verformen sich bei jedem Auftreten etwas und der Schnee kann sich durch die Bewegung nicht festsetzen. Snowgrips kann man mehrfach verwenden, je nach Untergrund, in dem man sich bewegt, halten sie 1 bis 2 Jahre. (Häufiges Reiten auf groben Steinen oder sonstigen spitzen Untergründen verringern die Haltbarkeit.) Die Kosten liegen je nach Hersteller und je nach Modell bei etwa 40 Euro.

Eine Alternative bieten Huffedern oder Hufflex, die man bei Bedarf in den Huf einspannen kann. Sie werden mit einer speziellen Zange auf Spannung ins Hufeisen eingesetzt und nach dem Ritt wieder entfernt. Auch sie kosten um die 40 Euro je 4 Stück, halten aber erfahrungsgemäß nicht so lang wie Snowgrips, die zwischen Eisen und Huf genagelt werden. Vor allem können sie auch verloren gehen, wenn sie z.B. an einem Ast „heraushebeln“.

Hausmittelchen wie selbst geschnittene Plastikscheiben, die man ins Hufeisen klemmt helfen nur bedingt und können sogar gefährlich sein. Also lieber lassen. Ein alter Trick gegen Aufstollen ist es, die Hufsohle dick mit Huffett einzuschmieren. Auch das hilft nur bedingt, da sich die Fettschicht bei jedem Schritt etwas abnutzt. Bei dieser Methode kommt es also sehr auf die Hufbeschaffenheit, den Untergrund, die Art des Schnees (nasser Schnee stollt sehr viel schneller als feiner Pulverschnee) und sogar auf die Art und Weise, wie das Pferd die Hufe auf den Boden setzt an. Zu viele Faktoren, um die Huffett-Methode ernsthaft in Erwägung zu ziehen, wenn man mehr plant als einen kleinen Ritt um den Stall, denn ein unterwegs plötzlich auf „Stöckelschuhen“ laufendes Pferd (und die festgefrorenen Eisklumpen, die der Schnee unter den Hufen bilden kann, kann man durchaus damit vergleichen) ist nicht nur für das Pferd, sondern auch für den Reiter eine ernst zu nehmende Gefahr. Deshalb sollte man sich lieber gleich einen professionellen Winterbeschlag entscheiden. So kommen Pferd und Reiter vergnügt und vor allem gesund durch die weiße Winterlandschaft.

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