Kugelpferdchen - Dein Pferd als kugelige Miniatur als Geschenk oder einfach zum selber Freuen

Kokosöl gegen Insekten – Wunderwaffe oder Wunschdenken?

Das Internet… unendliche Weiten… voll mit Informationen, die jeder glaubt, ganz egal, ob sie eine Grundlage besitzen oder nicht. So geistert seit einiger Zeit ein neuer „Geheimtipp“ gegen allerlei stechendes und saugendes Getier durch’s Netz: Kokosöl. Doch was ist dran, am wohlriechenden Alleskönner? Das wollen wir uns hier mal genauer anschauen. Vorweg kann ich Euch schon verraten: Ihr werdet überrascht sein 🙂

Kokosöl an sich hat schon mal eine recht merkwürdige Konsistenz. Im Glas oder Becher ist es fest, sieht irgendwie aus wie Zitronensorbet. Berührt man es, wird es sofort flüssig, denn der Schmelzpunkt ist extrem niedrig. Es verteilt sich wunderbar auf der Haut und ist auch als Pflegeöl für Menschenhaut eine ganz tolle Sache, dies aber nur am Rande.

Kokosöl gegen fliegende Insekten und Zecken

Kokosöl – super gegen stechende und saugende Insekten und sogar gegen Zecken wirkungsvoll

 

Kokosöl riecht, wie könnte es auch anders sein, nach Kokos. Die Wirkung, und eben die ist es, um die es bei der Anwendung von Kokosfett für unsere Lieblinge geht, ist sowohl für Kriebelmücken, Gnitzen, Fliegen und Bremsen als auch für Zecken extrem abschreckend. Man könnte nun vermuten, das läge am Geruch, dem ist allerdings nicht so.

Die Eignung als wirkungsvolles Repellent (also als Mittel, das stechende und saugende Insekten in die Flucht schlägt und unseren Pferden, vor allem jenen, die unter Sommerekzem leiden, das Leben deutlich leichter macht) verdankt das Kokosfett seinem extrem hohen Gehalt an Laurinsäure. Diese mehrfach ungesättigte Fettsäure wirkt nicht nur antibakteriell sondern vergrault auch lästigen Insekten die Freude am Pferd. Und am Reiter übrigens auch, insofern kann man sich getrost gleich mit einreiben. Kokosöl macht eine konkurrenzlos weiche Haut, schmiert aber auch ganz gewaltig. Also nehmt wenig, denn hier ist auf jeden Fall weniger mehr.

Raffiniert, Nativ, Bio oder was?

Kokosfett gibt es in vielen verschiedenen Aufbereitungsarten, aufgedruckt finden wir meist Begriffe wie „raffiniert“ oder „nativ“. Oft ist auch von „bio“ die Rede. Der Preis ist meist recht ähnlich, also welches ist denn nun das Richtige Kokosöl für’s Pferd?

Im Endeffekt ist es egal, für welche Variante Ihr Euch entscheidet, denn bei der Nutzung von Kokosöl kommt es wie oben erwähnt auf den Gehalt der Laurinsäure an und dieser unterscheidet sich nur marginal.

Auch die Preise sind meist recht ähnlich, so dass man einfach irgendein Kokosöl kaufen kann. Ich persönlich bevorzuge generell Produkte mit „bio“-Label, denn hier ist wenigstens etwas an Kontrolle vorhanden was Pestizide und Pilzbefall angeht. Immerhin wollen wir unseren Pferden etwas gutes tun und ihren Organismus nicht mit Pestiziden oder anderen Schadstoffen belasten.

Ja, wirkt es denn auch wirklich?

Ich kann Euch aus eigener Erfahrung sagen: und WIE es wirkt. Sowohl am Pferd als auch am Menschen. Da es am Pferd im Fell doch recht schmierig wird eignet es sich leider nicht für die Sattellage oder Teile des Pferdes, die man häufig anfassen will, aber Bauchnat, Schlauch, Schweifwurzel, Brust und Beine inkl. Fesselbeuge (antibakteriell wirksam und daher auch super bei Neigung zu Mauke) sind hervorragend für die Behandlung mit Kokosöl geeignet. Da das Kokosfett auch bei Regen recht gut haftet muss es nicht unbedingt täglich aufgebracht werden. Ein weiteres Plus ist, dass es auch beim Ablecken unbedenklich ist.

 

Fazit

Wenn Euer Pferd am Sommerekzem leidet profitiert es von regelmäßigem Einreiben mit Kokosöl sehr. Nicht nur werden die Lästlinge, die das Pferd erst zum Ekzemer werden lassen, zurückgedrängt, es pflegt und desinfiziert auch die schorfigen Stellen. Doch auch für nicht-Ekzemer-Pferde ist Kokosöl eine wunderbare Ergänzung zum klassischen Fliegenspray, auch wenn es diesen nicht ganz ersetzen kann.

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