Category: Krankheiten

Pferdekrankheiten – Ursachen, Symptome, Früherkennung, Erste Hilfe, Naturheilkunde

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Angst vorm Tierarzt – das muss nicht sein

Im Reich der Pferde gibt es eine bestimmte Art von Personen, um die sich allerlei Mythen ranken. Sie tauchen meist nur ein, zwei mal im Jahr auf, riechen komisch und machen Herrchen und Frauchen ganz offensichtlich nervös. Diese Wesen kommen daher, die Tasche voll gepackt mit spitzen Sachen, fassen Stellen an, die lieber unangefasst bleiben würden, pieksen, verabreichen, tasten und drücken. Und im besten Fall gibt’s danach nen Keks, oder eben nicht. Ich muss wohl nicht dazu sagen, dass besagter Personenkreis, von wenigen Ausnahmen abgesehen, von Pferden durchweg mit Misstrauen beäugt wird. Die Rede ist natürlich, wie die Überschrift schon sagt, vom Tierarzt.

Krankes Pferd - immer eine Ausnahmesituation für Mensch und Tier

Krankes Pferd – immer eine Ausnahmesituation für Mensch und Tier

 

Dabei muss das eigentlich gar nicht sein. Natürlich sind manche Untersuchungen oder Behandlungen für Pferde nicht angenehm und da unsere liebsten Vierbeiner ein geradezu unglaubliches Gedächtnis haben zappeln viele selbst Jahre nach einem traumatischen Tierarzt-Erlebnis immer noch wie wild, wenn nur das Auto des Tierarztes auf den Hof fährt.

Giftpflanzen für Pferde – Gundermann

Dem Namen nach ist diese Pflanze sicher eine der weniger bekannten Blütenpflanzen, wenn man sie sieht kennt sie aber fast jeder. Deshalb hier, entgegen der sonstigen Gewohnheit hier im Blog, das Bild des Pflänzleins ganz am Anfang, für den “ach diiiiie ist gemeint”-Effekt 🙂

Gundermann oder Echt-Gundelrebe

Gundermann oder Echt-Gundelrebe

Das ist sie also, die Pflanze mit dem etwas merkwürdigen Namen Gundermann. Dieses unscheinbare Pflänzchen ist für Pferde, wie der Titel des Artikels schon vermuten lässt, giftig. 

Schwergewichtiger Reiter – Rund, na und? Teil 1

Heute war es mal wieder so weit. Ich habe mich auf eine Diskussion zum Thema „Reitergewicht“ und „Gewichtsträger“ eingelassen. Die Dame, mit der ich mich – übrigens Verkäuferin im lokalen Reitsportgeschäft, man sollte also durchaus meinen, sie weiß wenigstens ein Bisschen bescheid – unterhalten habe förderte allerdings ein ganz neues Argument zu Tage, das ich Euch hier nicht vorenthalten will.

Manche wissen ja, wie ich persönlich zum Thema „schwergewichtige Reiter“ stehe. Allen anderen sei mein Artikel zum Thema >> hier << zum Nachlesen verlinkt.

Nicht immer Gewichtsträger: Kaltblut

Nicht immer Gewichtsträger: Kaltblut

 

So weit, so gut. Besagte Dame tischte mir also folgendes auf:

Es sei nicht möglich, dass die Wirbelsäule des Pferdes durch einen zu schweren Reiter belastet würde, solange nur der Sattel gut passt. Warum? Weil der Sattel ja gar nicht auf der Wirbelsäule aufliegt, sondern auf den Rippen.

Äh… aaaah ja…

Riesenbärenklau – Gefahr für Pferd und Reiter

Alle Jahre wieder sehen wir Reiter in den meisten Gebieten Europas eine auffallende, prächtige Pflanze. Auffallend vor allem durch ihre schiere Größe, denn das krautige Gewächs aus der Familie der Doldenblütler wird über zwei Meter hoch. Schon Anfang Juni kann man Exemplare sehen, die sogar über drei Meter in die Höhe ragen. Gekrönt wird die imposante Erscheinung durch eine weiße Blütenpracht, die sich schirmartig in unzähligen kleinen Blüten an der Spitze der Pflanze aufspannt. Vergleichbar ist die Blüte mit der Blüte der weit bekannteren Schafgarbe, nur eben viel, viel größer und, noch ein Unterschied zur Schafgarbe, extrem giftig. Der Riesenbärenklau ist dabei so schädlich, dass er 2008 zur “Giftpflanze des Jahres” gewählt worden ist. Traurige Berühmtheit.

Vorsicht: Riesenbärenklau giftig für Mensch und Tier

Vorsicht: Riesenbärenklau giftig für Mensch und Tier

 

Riesenbärenklau – bitte nur aus der Distanz bewundern!

Diese beeindruckende Pflanze hat allerdings einen riesigen Nachteil: alle Pflanzenteile, sowohl Blüten und Blätter als auch Stängel und Wurzeln, enthalten Furanocumarine. Diese lösen schon bei bloßem Hautkontakt Reaktionen aus.

Giftpflanzen für Pferde – die Thuja oder Lebensbaum

Schön anzusehen, immergrün und wohlriechend, so oder so ähnlich beschreiben wir Menschen Pflanzen der Familie der Cupressaceae (Zypressengewächse) bekannt als Thuja oder eingedeutscht Lebensbaum. Die dichten, fein geästelten Zweige sind gänzlich mit schuppenartig angeordneten Blättern bedeckt, verantwortlich für die besonders blickdichten und geräuschdämmenden Eigenschaften der beliebten Hecken- und Zierpflanze. Auch auf Turnieren werden gerne Kübel mit Thujen als Abgrenzung oder Einfassung aufgestellt. Leider. Denn Thujen sind für Pferde extrem giftig.

Thuja - Zweige

Thuja – Zweige

Bedauerlicherweise fressen viele Pferde gerne die Spitzen der Triebe, wahrscheinlich aufgrund des starken Geruchs nach aetherischen Ölen.

Kokosöl gegen Insekten – Wunderwaffe oder Wunschdenken?

Das Internet… unendliche Weiten… voll mit Informationen, die jeder glaubt, ganz egal, ob sie eine Grundlage besitzen oder nicht. So geistert seit einiger Zeit ein neuer „Geheimtipp“ gegen allerlei stechendes und saugendes Getier durch’s Netz: Kokosöl. Doch was ist dran, am wohlriechenden Alleskönner? Das wollen wir uns hier mal genauer anschauen. Vorweg kann ich Euch schon verraten: Ihr werdet überrascht sein 🙂

Reiten im Schnee: Aufstollen beim beschlagenen Pferd verhindern

Ausritte in der verschneiten Winterlandschaft sind wunderschön und für die meisten Reiter und Pferdebesitzer ein absolutes Highlight. Das dabei vor allem bei beschlagenen Pferden häufig vorkommende und gefährliche Aufstollen, also das Zusammenballen und Vereisen des Schnees unter den Hufen, kann man mit einfachen Mitteln verhindern.

“Liebe Facebook-Gruppe, was stimmt nicht mit meinem Pferd?”

Ein Artikel zu später Stunde zu einem Thema über das ich mich täglich stundenlang aufregen könnte… Ja, Ihr habt sicher anhand der Überschrift schon erraten, worum es geht:

Jeden Tag lese ich in verschiedenen Pferde-Gruppen bei Facebook immer und immer wieder Gesundheitsfragen. Das ist ja nicht weiter schlimm, denn man kann und soll sich informieren und die meisten Fragen sind auch einfach. “Welches Fliegenspray ist das Beste?”, “Mein Pferd soll neues Futter bekommen, wie stellt man am besten um?”, “Ich habe die Mähne geschnitten und jetzt sieht es nix gleich, wie lang dauert es, bis das Langhaar wieder nachgewachsen ist?”, “Findet Ihr mein Pferd dick oder nicht?” oder auch spezielleres wie beispielsweise Fragen nach den Normalwerten für Atmung, Temperatur und Puls.

Alles legitime Fragen und wer sich lieber in Facebook-Gruppen durch 50 verschiedene Antworten und Kommentare wühlt statt ein Buch zu lesen, dem sei die Freude gegönnt. Wie kompetent die Antworten in solchen Gruppen unter anderem so sind… naja… Wie gesagt, bei trivialen Fragen muss das jeder selbst wissen.

 

Bei akuten Gesundheitsproblemen….

Trockene oder spröde Hufe – erkennen und behandeln

Schon unsere Vorfahren wussten: Ohne Huf kein Pferd! Diesen uralten Spruch kennt wohl jeder Reiter, denn er enthält über die offensichtliche Logik hinaus die pure Wahrheit. Nur, was will uns diese Weisheit genau sagen? Richtig: Reiter, achte auf die Hufe, denn ohne gesunde Hufe geht gar nichts. Hufkrankheiten und ihre Folgen reichen von Lahmheit bis zum sogenannten Ausschuhen. Dabei löst sich das Hufhorn vom Hufbein. Hierfür gibt es keine Behandlung und keine Therapie, das Pferd muss sofort euthanasiert werden. Keine Sorge, das ist sehr selten, doch auch vermeindlich weniger schlimme Folgen schlechter Hufpflege wie die normale Lahmheit sind für das Pferd (und für unseren Geldbeutel ;-)) sehr schmerzhaft.

Hufpflege

Wichtig: Hufpflege

Dabei kann man mit wenig Aufwand die Hufe seines Pferdes ganz einfach gesund halten. Zunächst mal sollte man feststellen, wie das Hufhorn des jeweiligen Tieres generell beschaffen ist. Ist das Horn trocken und spröde, neigt es eventuell sogar zu Rissen? Oder ist es eher weich und feucht mit einer Neigung zu Bakterienbefall und Fäulnis?

Gezieltes Training in der Rehabilitation eines Pferdes mit dem Aquatrainer

Im Leben eines Pferdes kann es zu Verletzungen kommen, die schwerwiegender sind und eine Behandlung und anschließende Rehabilitation erfordern. Zur Rehabilitation werden verschiedene Methoden angeboten, die natürlich auch von der Art der Erkrankung und Verletzung abhängen.

Eine Variante der Behandlung von Pferden im Rahmen der Rehabilitation ist der Aquatrainer. Er wird bei verschiedenen Verletzungen eingesetzt und ist eine langfristige Methode, um die Mobilität wieder zu steigern, die Muskeln zu stärken und damit das Wohlbefinden des Tieres zu verbessern. Hier kommen Sie zur Seite von gut-anstelburg.de mit einem umfangreichen Angebot und jahrelanger Erfahrung im Bereich des Aquatrainers.

 

Mögliche Einsatzgebiete des Aquatrainers

Das Einsatzgebiet des Aquatrainers ist so vielseitig, wie die möglichen Erkrankungen bei einem Pferd. Vor allem Verletzungen an Knochen und Sehnen sind ein mögliches Einsatzgebiet. Dazu gehören Probleme am Rücken und der Wirbelsäule, Erkrankungen an Sehnen und Bändern, Verletzungen der Bandscheibe, Entzündungen der Gelenke und Knochenbrüche. Durch eine falsche Beanspruchung können jedoch auch Verspannungen auftreten und Nerven blockieren. Außerdem kommt es auch bei Pferden im Alter manchmal zu schmerzhafter Arthrose und chronischen Phlegmonen. In all diesen Krankheitsfällen kann der Aquatrainer im Rahmen der Rehabilitation eingesetzt werden und dem Pferd auf schonende Weise wieder zu einer natürlichen und schmerzfreien Bewegung verhelfen.

Herbstzeit – Gartenarbeitszeit – Bitte nicht an Pferde verfüttern!

Viele Gartenbesitzer schneiden im Spätsommer oder Herbst nochmal ihre Hecken und Büsche zurecht, dass die Schnittflächen schon verharzt sind, wenn die Temperaturen fallen. So nehmen die Pflanzen weniger Schaden durch den Schnitt und treiben im kommenden Frühjahr gleich schön und in der passenden Form aus.

Viele Pferdebesitzer oder Nachbarn solcher meinen es nun gut und verfüttern die Grünabfälle an die in der Nähe auf der Koppel stehenden Pferde. Was sie dabei nicht wissen ist, dass sie die Tiere damit, unter Umständen sogar schon mit sehr kleinen Mengen, vergiften und sogar töten können.

Kotwasser bei Pferden

Wenn die Verdauung verrückt spielt und das Kotwasser die Beine hinunter rinnt, ist das nicht nur für Pferde unangenehm. Gerade bei sehr niedrigen Temperaturen gefriert die Flüssigkeit auf der Haut, was natürlich sehr unangenehm ist. Viele Pferdebesitzer sind ratlos. Auch wenn Kotwasser manchmal zunächst an Durchfall erinnert, ist es damit nicht vergleichbar. Das Pferd wird durch die unschöne Begebenheit auf den ersten Blick auch nicht beeinträchtigt. Dennoch sollten Sie den Ursachen auf den Grund gehen und der Problematik durch gezielte Maßnahmen entgegenwirken.

Was ist Kotwasser?

Es handelt sich um eine Verdauungsstörung, bei der dem Pferd vor oder nach dem Äpfeln eine braune, wasserähnliche Substanz die Beine hinunterläuft.

Jakobskreuzkraut – das gelbe Gift auf der Weide und im Heu

Auf die Gefahren des Jakobskreuzkrautes, auch Jakobs-Greiskraut genannt, kann man gar nicht oft genug hinweisen. Vor allem die optische Ähnlichkeit zum gemeinen Huflattich und sogar zum Löwenzahn (zumindest wenn man nicht genau hinschaut) lässt trotz der Bekanntheit des Namens immer wieder Pferde an den schweren Vergiftungen, die das Jakobskreuzkraut auslöst, sterben. Schon relativ geringe Mengen können schwere Vergiftungserscheinungen nach sich ziehen. Außerdem verliert das Jakobskreuzkraut seine Giftigkeit auch nicht, wenn es trocknet. Oft lauert die Gefahr also nicht auf der frischen Wiese, sondern ist im Heu versteckt.

Jakobskreuzkraut - Giftig für Pferde und Ponys

Jakobskreuzkraut – alle Pflanzenteile sind giftig

Tipp: Alte Hufeisen aufheben

Barhufträger kennen das Problem nicht, Pferdehalter die ihre Pferde beschlagen lassen sehr wohl: Ab und an geht mal ein Eisen verloren. Sei es, weil es schlicht schlecht vernagelt wurde (sollte bei einem guten Schmied eigentlich nicht vorkommen, aber jeder hat mal einen schlechten Tag), weil das Hufhorn zu weich oder zu spröde ist und die Hufnägel keinen Halt finden (zum Thema zu trockenes oder zu sprödes Hufhorn informiert Euch bitte auch im Artikel „Trockene oder spröde Hufe – erkennen und behandeln“), durch Abtreten oder weil ein sowieso schon lockeres Eisen in schwerem Boden stecken blieb.

Leider bemerkt man den Verlust des Hufeisens meist erst einige Zeit später und hat nur wenig Chancen, das gute Stück wieder zu finden. Vor allem auf weitläufigen Koppeln oder langen Ausritten weiß man schlicht nicht, wo man suchen soll. (An dieser Stelle noch ein Tipp zur Pferdegesundheit: wenn Ihr das fehlende Hufeisen auf der Koppel vermutet solltet Ihr auf jeden Fall versuchen, es zu finden. Die im Eisen zurückgebliebenen Nägel und auch das Eisen selbst stellen eine ernste Gefahr dar. Zu leicht kann ein Nagel eingetreten werden oder ein Eisen verklemmt sich im Huf eines anderen Pferdes und verletzt es.)

Nicht einfach zum alten Eisen geben: gebrauchte Hufeisen

Nicht einfach zum alten Eisen geben: gebrauchte Hufeisen

Ist das Eisen erst mal weg sollte man auf keinen Fall mit der normalen Arbeit weiter machen. Der Grund hierfür ist einfach und lässt sich mit einer kleinen Metapher am besten erklären:

„Aber es ist doch ein Gewichtsträger….“

Lange habe ich überlegt, ob ich das heiße Eisen “Mythos Gewichtsträger” wirklich anfassen soll. Aber ganz ehrlich – wenn ich das typische Endmaß-Pony sehe, wie es, beladen mit 130 kilo Reiterin plus Westernsattel durch die Landschaft schleicht, dann muss das einfach mal raus. Deshalb vorweg folgendes: wer das hier liest sollte, falls er oder sie starkes Übergewicht hat und trotzdem aufs Pferd steigt, kritikfähig und bereit zum Nachdenken sein. Aber das sollte wohl jeder Reiter, denn ohne Kritik und Selbstreflektion landet man früher oder später entweder beim Tierarzt oder auf dem Boden, je nachdem, ob das Pferd “gewinnt” oder eben nicht. Los gehts:

Das Internet… unendliche Weiten, die ein denkender Mensch besser nicht so oft betreten sollte. Warum nicht? Ganz einfach: man wird mit Fotos konfrontiert, die man als Pferde-Freund nie wieder ganz aus dem Kopf bekommt. Ein Beispiel: Da sitzt eine mehr als vollschlanke Dame auf einem stämmigen aber kleinen Pony. Bildunterschrift: „Ich und mein Gewichtsträger“

Mauke behandeln – Grundlagen

Mauke war und ist ein Thema, bei dem Reiter und Pferdefreunde hellhörig werden. Vor allem die Halter von Kaltblut- und anderen schweren Pferden mit viel Fesselbehang können häufig ein Lied von den entzündeten Krusten an der Fesselhaut ihrer Schützlinge singen. Jahrelang wurde der dichte Fesselbehang von häufig befallenen Rassen wie Tinker oder Friesen für das Auftreten der Mauke verantwortlich gemacht. Neueren Erkenntnissen zu Folge entsteht Mauke vor allem bei zu viel von Kraftfutter. Das Überangebot an Energie benötigt zur Verstoffwechslung erhebliche Mengen an Mineranstoffen. So entsteht ein relativer Mineralstoffmangel, das heißt, obwohl das Pferd eigentlich genügend Mineralstoffe zu sich nimmt verbraucht es mehr. Es kommt zum Mangel. Besser wäre es, dem Pferd mehr Rauhfutter anzubieten und dieses durch ein passendes Mineralfutter zu ergänzen, denn selbst aktive Freizeitpferde brauchen meist deutlich weniger Kraftfutter als ihnen aufgetischt wird. So weit zur Theorie. 

Was aber kann man machen, wenn das Pferd bereits an Mauke erkrankt ist?

Unterschätzt, übersehen, gefürchtet: die Mauke

Jedem Reiter und Pferdefreund jagt das Wort Mauke kalte Schauer über den Rücken, denn sie wird oft erst spät entdeckt und ist, wie die meisten Krankheiten, umso schwerer zu behandeln, je länger sie sich ausbreiten kann. Wenn man die frühen Symptome der Mauke jedoch erkennt und schnell reagiert ist sie eigentlich gut behandelbar.

Die Symptome der Mauke

Wohl jeder Pferdefreund kennt die grausigen Mauke-Bilder von verhornten, nässenden, verkrusteten Pferdebeinen, die den Pferden schlimme Schmerzen bereiten und eine Heilung praktisch ausschließen. Was man da zu sehen bekommt ist allerdings erst das letzte und chronische Stadium der Mauke. Erste Anzeichen sind kleine, unauffällige Rötungen an der Haut der Fessel. Meist beginnt die Mauke in der Fesselbeuge ihr schleichendes Werk, denn hier sammeln sich Feuchtigkeit und Schmutz am ehesten an. Als nächstes bilden sich aus den Rötungen kleine Knötchen, Blasen und Pusteln. Optisch am ehesten vergleichbar mit den Krusten des

Was gehört in die Stallapotheke?

Im Laufe der Zeit sammelt sich bei Reitern und Pferdeleuten einiges an Medikamenten an. Sei es die angefangene Packung Wurmkur, die halbe Tube Zinksalbe oder die Antibiose-Creme vom letzten Tierarztbesuch. Leider ist meistens nicht das Richtige zur Hand, wenn denn wirklich mal was mit dem Pferd sein sollte oder die Medikamente sind eingetrocknet, alt oder das Mindesthaltbarkeitsdatum ist längst abgelaufen. Mit einem Wort: unbrauchbar.

Gerade bei kleineren Problemen gesundheitlicher Art ist eine gut sortierte Stallapotheke aber die halbe Miete. Hier also eine Checkliste, wie eine gute Stallapotheke aussehen könnte:

Steinobst auf der Koppel – Lebensgefahr für’s Pferd

Die Tage werden wieder kürzer und der Sommer trägt seine ersten Früchte. Pflaumen und Mirabellen sind reif und fallen vom Baum, die ersten Äpfel und Birnen werden bald folgen. Die Bäume, die auf vielen Pferde-Koppeln willkommenen Schatten spenden werden so zu einer oft unterschätzten Gefahr. Gerade sogenanntes Steinobst, also alle Obstsorten, die im Inneren keine Kerne haben, wie z.B. Äpfel, sondern einen festen Stein wie beispielsweise Pflaumen, Zwetschgen, Mirabellen oder Pfirsiche, können lebensbedrohende Koliken auslösen.

Kotwasser – der Ursache auf der Spur

Kotwasser ist leider ein relativ häufiges und auch oft unterschätztes Problem, denn es ist nicht nur äußerst unhygienisch und lästig, wenn man seinem Pferd dauernd die Hinterseite waschen muss, das Symptom Kotwasser birgt einige Gefahren in sich, die die Gesundheit, ja sogar das Leben des Pferdes ernsthaft gefährden können.

Einer der vielen möglichen Gründe für Kotwasser ist Sand im Darm. Doch wie können wir mit einfachen Mitteln feststellen, ob das Pferd Sand im Darm hat? Das geht schnell und einfach mit folgendem „Kochrezept“:

Strahlfäule – Vorbeugen, erkennen, heilen.

Strahlfäule ist eine bakterielle Erkrankung des Hufs, genauer gesagt des Hufhorns. Unbehandelt breitet sich der Bakterienbefall immer weiter aus und erreicht irgendwann durchblutetes Gewebe. Die Bakterien gelangen dann in den Blutkreislauf, was eine lebensbedrohliche Blutvergiftung („Sepsis“) auslösen kann. So weit sollte man es also auf keinen Fall kommen lassen. Glücklicherweise lässt sich Strahlfäule einfach verhindern und auch ein bereits erkrankter Huf ist mit wenig Aufwand behandelbar, wenn die Krankheit rechtzeitig erkannt wurde.

Pferderücken sackt beim Aufsteigen durch – was tun?

Vor allem bei älteren Pferden oder Schulpferden ein häufiges Phänomen: sobald der Reiter seinen Po in den Sattel setzt sackt das Pferd deutlich mit dem Rücken nach unten durch.

Auch wenn man das leider viel zu oft sieht, das ist weder normal noch gesund. Doch woran kann das liegen und was kann man dagegen tun?

Gewährsmängel: das Kehlkopfpfeifen

Kehlkopfpfeifen ist einer der sechs sogenannten Gewährsmängel. Gewährsmangel bedeutete dass, wenn ein Pferd eine oder mehrere dieser Erkrankungen zeigt, der Käufer binnen gewisser Fristen vom Kauf zurück treten konnte. Diese Verordnung wurde mit Inkrafttreten der neuen Vorschriften zum 1.1.2002 ersatzlos gestrichen. Seither gelten beim Pferdekauf die gleichen Gewährleistungen wie beim Kauf anderer “Sachen” nach EU-Recht. Dennoch sollte man sich über die Gewährs- oder Hauptmängel informieren, denn sie schränken die Nutzung des Pferdes erheblich ein bzw. machen sie sogar unmöglich. Zu den Gewährsmängeln gehören außer Kehlkopfpfeifen noch Rotz, Dummkoller, Koppen, Dämpfigkeit und periodische Augenentzündung.

Was genau ist Kehlkopfpfeifen?

Gesundheit: Lahmen ist nicht gleich Lahmen

Wenn ein Pferd lahmt sieht das meist jeder. Wo genau das Problem sitzt und warum das Tier lahmt ist da schon viel schwieriger heraus zu finden. Betrachten wir zunächst die beiden Arten der Lahmheit, nämlich die sogenannte Stützbeinlahmheit und die Hangbeinlahmheit. Beide manifestieren sich bei unterschiedlichen Ursachen der Lähme, so dass schon allein die Art der Lahmheit über die Ursache Aufschluss geben kann.

Kolik – wälzen kann sogar helfen

Früher galt als eiserne Regel: ein Pferd mit Kolik darf sich unter keinen Umständen wälzen. Deshalb drehten verzweifelte Pferdebesitzer mit ihren schmerzgeplagten Pferden oft nächtelang endlose Runden in der Reithalle, um das kranke Pferd durch Herumführen am Hinliegen zu hindern.

Die Ansicht, dass sich Pferde mit einer Kolik nicht wälzen dürfen ist inzwischen überholt. Im Gegenteil: neuere Studien gehen davon aus, dass es sogar hilfreich sein kann, wenn das Pferd sich wälzen darf. Dabei sollen sich „verklemmte“ Darmgase und sogar leichte Darmverschlingungen lösen können, so die einhellige Meinung der Tierärzte.

Was also tun, wenn das Pferd eine Kolik hat?

Warnzeichen: Kreuzgalopp oder Probleme beim Angaloppieren

Beim Angaloppieren bzw. beim Galopp muss das Pferd den Rücken aufwölben, um mit der Hinterhand ausreichend untertreten zu können. Dieses Aufwölben setzt einen gesunden und tragfähigen Rücken voraus. Bei Verspannungen, Blockaden oder gar knöchernen Veränderungen wie Kissing Spines ist das nicht oder nur begrenzt möglich. Das Pferd versucht, sich dem Galopp durch Wegrennen, Ausfallen auf die Vorderhand oder sogar durch Kreuzgalopp zu entziehen.

Gas-Kolik vermeiden Teil 2: Wie man Pferde zum Pupsen bringt ;-)

Zugegebenermaßen ein Thema, bei dem man gerne in Richtung Humor abdriften möchte. „Wie lasse ich mein Pferd erfolgreich furzen“ wäre eine alternative Überschrift gewesen. Aber Spaß bei Seite: wie bereits im Artikel “Vorsorge statt Gaskolik: Ernährungstipps gegen Blähungen beim Pferd“ erwähnt wurde ist die Meteorismus, wie der medizinische Fachbegriff für Blähungen lautet, für Pferde unter Umständen lebensgefährlich. (Als „Flatulenz“ bezeichnet man die Winde, wenn sie sich denn ins Freie begeben – dies am Rande zur Vervollständigung, falls sich jemand über Gebühr für medizinische Fachbegriffe zum Thema „Furz“ interessieren sollte ;-))

Vorsorge statt Gaskolik Teil 1: Ernährungstipps gegen Blähungen beim Pferd

Blähungen beim Pferd sind nicht immer eine harmlose, meist sehr geruchs- und geräuschintensive Angelegenheit (die beim Reiten scheinbar immer dann auftritt, wenn man sich im Viereck befindet oder zumindest mehr als eine Person zuschaut), sondern können zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen, sogar bis einer lebensgefährlichen Darmverschlingung führen. Glücklicherweise lässt sich der gefürchteten Gaskolik, also einer durch zu viel nicht abgegangene Blähungen hervorgerufenen Kolik, leicht vorbeugen:

Rückenprobleme – Anzeichen und Vorboten

Immer mehr Pferde, auch oder besser gesagt in zunehmendem Maße vor allem Freizeitpferde, leiden unter Rückenproblemen. Oft ist falsches Reiten, unpassendes Sattelzeug oder auch ein Hufproblem wie schlechter Beschlag oder eine falsch oder nicht korrigierte Fehlstellung die Ursache. Das Wichtigste ist, dass man Symptome, und seien sie noch so schwach, möglichst frühzeitig zu erkennen und die Ursache nach Möglichkeit zu beheben.

Hufschutz: Nagellöcher sichern

Die Löcher des alten Hufbeschlags bilden ein erhebliche Schwachstellen am Huf, die vor allem in der kalten und nassen Jahreszeit problematisch werden können. Vor allem durch das Eindringen von Feuchtigkeit, Bakterien oder Pilzen kann der Huf erheblichen Schaden erleiden und Infektionen bzw. Fäulnis kann sich von den Nagellöchern aus durch den ganzen Huf fressen. Deshalb sollte man die alten Nagellöcher sofort nachdem der neue Beschlag angebracht wurde, ausreichend versorgen. Mit einigen Tricks muss man nicht einmal zu teuren Spezialmitteln greifen, sondern kann Werkstoffe benutzen, die in jedem Haushalt vorrätig sind:

Ohne Huf kein Pferd – Hufe richtig pflegen Teil 1

Der Pferdehuf ist ein komplexes System, nicht nur eine tote Hornhülle. Deshalb sollte jeder Reiter und Pferdebesitzer den Hufen seines Sportkameraden besondere Aufmerksamkeit widmen und die Hufe ausreichend pflegen. Nachlässigkeiten in der Hufpflege können unglaublich schnell zu akuter oder sogar chronischer Lahmheit führen und das Pferd auf Dauer unreitbar machen, ja sogar die Tötung des Tieres zur Folge haben.

Das lässt sich mit einigen einfachen Vorsorgemaßnahmen leicht vermeiden:

Verschmutzte Wunden versorgen

Was man vor Ankunft des Tierarztes tun kann und was man unterlassen sollte

Im Gegensatz zu kleinen, sauberen Wunden, die man ohne Probleme selbst versorgen kann, sollte man bei Wunden, in denen sich augenscheinlich Schmutz befindet, nach Möglichkeit einen Tierarzt rufen, um eine Infektion der Wunde zu vermeiden. Dabei ist es egal, ob die Wunde klein erscheint oder es sich um eine große Verletzung handelt. Verschmutzte Wunden sollten immer von einem Tierarzt versorgt werden.

Kleine, saubere Wunden selbst versorgen

Egal ob beim Spiel auf der Koppel oder beim Ausritt, ein kleiner Hautriss oder eine kleine Schürfwunde ist schnell passiert und nicht weiter schlimm, wenn er umgehend und richtig versorgt wird.

Anhaltspunkte, wann unbedingt der Tierarzt gerufen werden sollte sind im Artikel „Kleinigkeiten – wann besser zum Tierarzt?“ zu finden.

Wie geht man nun vor, wenn das Pferd eine kleine, nicht verschmutzte Wunde hat?

“Kleinigkeiten” – wann soll der Tierarzt kommen?

Oft sind Pferdehalter verunsichert – wann genau kann ich noch selbst behandeln und wann wäre es besser, den Tierarzt zu rufen?

Wichtig ist vor allem, dass man als Laie auf keinen Fall an großen Wunden herumdoktert. Dieser Versuch, Tierarztkosten zu sparen (scheinbar ist es ein ungeschriebenes Gesetz, dass Wunden am Pferd immer am Wochenende oder am Feiertag auftauchen) kann ganz schnell zu Lasten des Pferdes gehen und in ernsthaften gesundheitlichen Schäden enden, die dann natürlich ein Vielfaches des ursprünglich eingesparten kosten werden.

Ist auch nur einer der folgenden Anhaltspunkte erfüllt sollte auf jeden Fall schnellstmöglich ein Tierarzt zu Rate gezogen werden:

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