Category: Reitlehre

Kugelpferdchen - Dein Pferd als kugelige Miniatur als Geschenk oder einfach zum selber Freuen

Kommunikation mal anders – das Fühlen

Beim Reiten dreht sich viel um Hilfen. Druck hier, Gewichtsverlagerung da, Parade dort. Die Reaktion des Pferdes wird vor allem an der Änderung seiner Bewegung wahrgenommen. „Wenn ich hier ‘treibe’ macht es das und das….“

Heute wollen wir uns mit der anderen Richtung der Kommunikation beschäftigen, denn unsere Freunde, die Pferde, haben uns auch wenn sie unterm Sattel sind, einiges mitzuteilen. Man muss kein „Pferdeflüsterer“ sein, um die feinen Signale, die das Pferd aussendet, mit zu bekommen. Man muss nur bereit sein, sich darauf einzulassen.

Wichtiges Kommunikationsmittel beim Reiten: Der Schenkel

Wichtiges Kommunikationsmittel beim Reiten: Der Schenkel

 

Allen voran das „Fühlen“. Ein bei uns Menschen nicht unbedingt im Vordergrund stehender Sinn, der Tastsinn, und schon gar nicht an zwei der drei Haupt- Kontaktstellen am Pferd, nämlich Schenkel und Hintern. Doch genau hier können wir so viel erfahren.

Gerte – wie man sie richtig benutzt

Die Gerte – jeder hat mindestens eine und es sollte sich inzwischen eigentlich auch rum gesprochen haben, wie genau man sie benutzt. Nur leider, leider sieht man doch immer wieder Reiter und Reiterinnen, die das entweder nicht wissen, oder denen der korrekte Einsatz einfach egal ist. Diesen Grobianen ist es auch zu verdanken, dass die Gerte ein stiefkindliches Schattendasein führt, manchmal sogar als Gewaltwerkzeug verteufelt wird. Und genau das Gegenteil ist der Fall.

Zunächst einmal sei erwähnt, dass es für jeden Einsatzzweck die passende Gerte gibt und man am aller-besten auch die jeweils auf die Reiteweise und den Bedarf abgestimmte Gerten-Form benutzen sollte. Genaue Informationen zum Thema „Welche Gerte für welchen Zweck“ findet Ihr in dem gleichnamigen Artikel hier im Blog.

Doch zurück zum eigentlichen Thema dieses Artikels, nämlich, wie man so eine Gerte denn nun benutzt.

Eines vorweg: eine Gerte ist niemals – NIEMALS GAR NIE NICHT – und unter keinen (!!!) Umständen ein Schlagwerkzeug! NIEMALS!

Obwohl das eigentlich selbstverständlich sein sollte, dass man NICHT mit der Gerte zuschlägt, erkläre ich kurz, warum man das tunlichst vermeiden sollte:

Die Gerte ist Euer verlängerter Arm. Ihr könnt mit ihr zeigen und das Pferd, wenn Ihr die Gerte richtig benutzt, sowohl vom Boden als auch vom Sattel aus dirigieren wie ein Dirigent sein Orchester. Wird das Pferd nun mit der Gerte geschlagen – und da reicht beim guten Gedächtnis unserer vierbeinigen Sportkameraden schon ein einziges Mal – ist das Vertrauen zur Gerte dahin. Das Pferd bekommt Angst oder ist zumindest beunruhigt und alles andere als entspannt, wenn man es danach wieder mit der Gerte touchieren oder dirigieren will.

Gut trainierte Pferde muss man mit der Gerte nicht mal berühren, sie verstehen und achten auf jeden Wink. Nicht aus Angst, sondern aus Verständnis. Genau so gut könnte man in diesem Beispiel den Finger heben...

Gut trainierte Pferde muss man mit der Gerte nicht mal berühren, sie verstehen und achten auf jeden Wink. Nicht aus Angst, sondern aus Verständnis. Genau so gut könnte man in diesem Beispiel den Finger heben…

Sendung zum Thema Rollkur – Video online

Einen wirklich interessanten Beitrag zum leidigen Thema “Rollkur” hat der WDR in seiner Sendung “Quarks und Co” vor Kurzem gebracht.

Hyperfexion oder normale Kopfhaltung?

Hyperflexion oder normale Kopfhaltung?

Für alle, die den Beitrag verpasst haben hier der Link zum Angucken.

 

Zauberwort Anlehnung – der richtige Kontakt zum Pferd

Jeder redet davon – oder sollte es zumindest, denn die Anlehnung ist das A und O des Kontakts zum Pferdemaul. Ohne Anlehnung kein ordentlicher Zügeleinfluss, keine untertretende Hinterhand, kein aufgewölbter Rücken und damit auch kein gesundes Reiten, weder für den Reiter noch für’s Pferd.

Übertrieben? Sicher nicht. Leider denken heute viele Freizeitreiter, es reicht, wenn man sich auf ein Pferd setzt und sich durch den Wald tragen lässt. Das Resultat sind immer mehr Pferde mit Rückenproblemen, von der Verspannung bis zu ernsthaften Erkrankungen wie Kissing Spines oder Arthrose. Dabei ist eine saubere Anlehnung kein Hexenwerk, sondern sollte zum Handwerkszeug eines jeden gehören, der sich regelmäßig auf den Pferderücken schwingt und sich selbst als „Reiter“ bezeichnet.

Sitzlehre: der Knieschluss oder: wer klemmt, verliert

„Die Knie sollten am Sattelblatt liegen“, so heißt es in vielen Reitbüchern. Die guten davon erwähnen dabei auch noch das schöne Wörtchen „locker“, leider meist auch noch unter Erwähnung des Zauberwortes „Knieschluss“. Das macht die ganze Sache schon wieder verzwickt, undurchsichtig und irgendwie fragwürdig. Knieschluss… Soll man die Knie denn nun zu machen oder nicht? Ist gar der Knieschluss sogar der Weisheit letzter solcher? (Ich liebe Wortspiele ;-)) Diese Frage ist ganz einfach zu beantworten:

Hinter dem Zügel – wenn Pferde sich zusammenrollen.

Etwas runterspielen ist im allgemeinen Sprachgebrauch keine gute Sache. Es bedeutet, man verharmlost etwas, was eigentlich viel wichtiger ist. Anders, nämlich positiv, ist das „Runterspielen“ beim Reiten. Hiermit kann man vor allem nervösen oder unwilligen Pferden, die sich dem Gebiss durch Einrollen entziehen wollen, das Annehmen des Gebisses und in Folge dessen auch das entspannte Untertreten erleichtern. Der Mechanismus dahinter ist eigentlich ganz einfach, denn man macht sich die Tatsache zu Nutze, dass Pferde von Natur aus gerne kauen. (In Pferdekreisen wir immer noch gespannt die Erfindung des Pferde-Kaugummis erwartet, aber die Menschen wissen davon noch nichts, also benutzen die Pferde weiterhin Heu ;-))

Petition gegen Rollkur und Hyperflexion

Heute geht es um ein Thema, das jeden Reiter, der seinen vierbeinigen Sport- und Freizeitpartner respektiert, angeht: die Rollkur, auch als Hyperflexion bezeichnet. Als würde ein eleganter Ausdruck etwas daran ändern, dass weltweit Pferde unter dem Wahn leiden, eine tiefe Nase sei gleichzeitig ein gut gerittenes Pferd.

Das muss endlich aufhören!

Bitte beachtet und unterzeichnet die Petition zum Schönen Reiten. Den Pferden zu Liebe!

http://www.petitiononline.de/petition/wann-gibt-es-wieder-schoenes-reiten-zu-sehen/943

Danke!

Pferderücken sackt beim Aufsteigen durch – was tun?

Vor allem bei älteren Pferden oder Schulpferden ein häufiges Phänomen: sobald der Reiter seinen Po in den Sattel setzt sackt das Pferd deutlich mit dem Rücken nach unten durch.

Auch wenn man das leider viel zu oft sieht, das ist weder normal noch gesund. Doch woran kann das liegen und was kann man dagegen tun?

Problem: Pferd will nicht angaloppieren

Ein anderer Artikel behandelt die Frage, auf welche gesundheitlichen Probleme es hinweisen kann, wenn ein Pferd partout nicht angaloppieren will. Doch was, wenn das Tier gar keine gesundheitlichen Probleme hat, sondern es sich schlicht und einfach weigert, in den Galopp zu fallen? Dieses Verhalten ist häufiger als man zunächst denkt und weder Gerte noch Sporen sind ein wirklich empfehlenswertes Mittel, um dem Pferd das saubere Angaloppieren wieder nahe zu bringen. Auch in diesem Fall gilt es zunächst die Ursache festzustellen und dann zu beheben:

Hilfen Teil 4: die Zügelhilfen

Die Zügelhilfen sind für den Anfänger zunächst diejenigen, die er am leichtesten nachvollziehen kann. Der Eindruck täuscht allerdings, denn immerhin sitzt der Reiter auf einem Pferd und nicht auf einem Fahrrad. Gerade dieses Mißverständnis sorgt für viele falsch gegebene Zügelhilfen und viele geplagte Pferde. Dabei sind korrekte Zügelhilfen gar nicht so schwer zu geben, wenn man weiß, wie’s geht und vor allem, worauf man achten sollte.

Das Pferd bricht über die Schulter aus – was tun?

Wenn das Pferd über die Schulter ausbricht oder auch ausfällt (umgangssprachlich auch schlicht als „über die Schulter wegrennen“ bezeichnet) liegt das in den meisten Fällen an einem falschen Zusammenspiel der reiterlichen Hilfen. Gerade mit diesem Fall beschäftigt sich dieser Artikel. Ausbrechen aus gesundheitlichen Gründen wird in einem anderen Artikel behandelt werden.

Was also tun, wenn das (gesunde, ausreichend ausgebildete) Pferd in Wendungen und auf Bögen immer wieder über die Schulter ausbricht? Und was heißt es eigentlich bzw. wie sieht es genau aus, dieses „über die Schulter ausfallen“?

Das Pferd will nicht durchs Wasser gehen, was tun?

Ein häufiges Problem ist, dass manche Pferde einfach nicht durch Wasser laufen wollen, und sei die Pfütze auch noch so klein. Normalerweise ist das kein großes Problem, man kann ja um die gefährliche Wasserstelle herum laufen. Trotzdem sollte jedes Pferd in der Lage sein, durch eine kleine Pfütze zu gehen, denn was, wenn man mal nicht ausweichen kann?

Problem: Pferd steht beim Aufsteigen nicht still

Manche Pferde lernen es nie richtig, andere legen sich das Gezappel als Unart zu. Eines haben sie alle gemeinsam: anstatt beim Aufsitzen brav wie eine Statue zu stehen, bis der Reiter auf ihren Rücken geklettert ist zappeln sie herum und weichen aus. Für solche Fälle gibt es einen einfachen Trick, der bei den meisten Pferden wunderbar funktioniert:

Abwechslung im Alltag – glückliches Pferd

Pferde und kleine Kinder haben eins gemeinsam: Ihnen wird schnell langweilig. Und genau wie bei kleinen Kindern kann man auch bei Pferden mit Kleinigkeiten den Alltag interessanter gestalten. Wer mit seinem Pferd bei jedem Training nur Dressuraufgaben übt oder immer nur springreitet sorgt über Kurz oder lang für Frust und Langeweile. Das kann sogar zu heftigen Unarten wie Widersetzlichkeit, Headshaking, Durchgehen oder auch zu Stall-Problemen wie Koppen oder Weben führen.

Pferd richtig führen Teil 4: An der Trense

Leider muss man häufig lesen, dass beim Führen an der Trense die Zügel vom Pferd genommen werden sollen. Dies stellt ein Verletzungsrisiko dar, dem man einfach begegnen kann, indem man die Zügel über dem Hals des Pferdes, also in „Reitposition“ lässt. So kann sich weder der Führende, wenn er denn mal unachtsam war und das Ende der Zügel hat auf den Boden fallen lassen, noch das Pferd, sollte es sich los reißen, in den herunter hängenden Zügeln verfangen.

Pferd richtig führen Teil 2: Halfter mit Führstrick

Generell sollte man beim Führen am Halfter einen Führstrick verwenden. Man ist damit, falls etwas sein sollte außerhalb der Reichweite von trampelnden Hufen und fuchtelnden Pferdebeinen, hat das Pferd aber trotzdem unter Kontrolle, so weit das eben möglich ist.

Pferd richtig führen Teil 1: am Halfter

Eigentlich sollte man ein Pferd nie direkt am Halfter führen. Ein kurzer Ruck mit dem Kopf und das Tier hat sich los gerissen. Da es aber dennoch immer gemacht wird (was man sollte und was praktiziert wird sind immer zwei verschiedene Sachen) sei es hier dennoch erwähnt.

Pferd führen, aber richtig!

Ein Pferd zu führen kommt sogar jemandem, der bisher nicht viel oder gar nichts mit Pferden zu tun hatte, recht einfach vor. Wenn man einige Grundlagen beachtet ist es das auch – lässt man sie jedoch außer Acht kann selbst das profane Führen eine nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle sein. Wie führt man also ein Pferd richtig, ohne dabei sich und / oder das Pferd zu gefährden?

Hilfen Teil 3: Beidseitige Gewichtshilfen oder: Kreuz anspannen

Teil 3 der Mini-Serie befasst sich mit den beidseitigen Gewichtshilfen, also dem viel zitierten “Kreuz anspannen” und “entlasten”. Vor allem mit der Frage, wie genau das “Kreuz anspannen denn nun aussehen soll und wie man das macht sind viele Reiter überfordert. Wie wir ja schon im Teil 2 “Einseitige Gewichtshilfen” festgestellt haben liegt das vor allem an mißverständlichen Erklärungen, was die Gewichtshilfen angeht. Dabei ist das Kreuz anspannen eigentlich ganz einfach:

Die Hilfen Teil 2: Einseitige Gewichtshilfen

Der Teil zwei der Miniserie “Hilfen” befasst sich mit den Gewichtshilfen, genauer gesagt mit den einseitigen Gewichtshilfen, denn sie sind nicht nur sehr wichtig, sondern mit einigen kleinen Tricks auch ganz einfach. Ein guter Reiter lenkt sein Pferd praktisch ausschließlich mit dem Gewicht. Doch wie macht man eine Gewichtshilfe denn nun richtig? Und wie funktioniert es, das geheimnisvolle “Kreuz anspannen”? Die Antworten sind eigentlich ganz einfach:

Hilfen Teil 1: Schenkelhilfen

Gerade Reit-Anfänger sind oft verwirrt, welche Hilfen es denn nun gibt und wie man mit ihnen was genau beim Pferd erreichen kann. Deshalb soll hier einmal möglichst kurz zusammengefasst werden, welche Hilfen es gibt, wie man sie einsetzt und was sie bewirken. Generell unterscheiden wir beim „englisch“ Reiten drei verschiedene Arten von hauptsächlichen Hilfen: Schenkelhilfen, Gewichtshilfen und Zügelhilfen sowie ergänzende Hilfen wie Stimmhilfen und Hilfen mit Hilfsmitteln wie Gerte oder Sporen. Teil 1 befasst sich mit den Schenkelhilfen:

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