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Natur pur oder Chemie? Eine Betrachtung…

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Der Herbst kommt und mit ihm tauchen Zipperlein auf, die das geliebte Pferd in wärmeren Jahreszeiten nicht hatte. Vor allem bei Besitzern älterer Exemplare der Gattung Equus kommt jeden Herbst die bange Frage auf „Wird es jetzt alt?“ und noch viel dringender „Wie kann ich meinem geliebten Pferd das Leben erleichtern?“

Gerade in letzter Zeit werden natürliche und naturheilkundliche Lösungen ja immer wieder kritisch beäugt. Und das, obwohl es neben all den fragwürdigen Tipps wie „Zecken kann man problemlos weg-singen“ so viele gute natürliche Mittel und Präparate gibt. Das mit dem Weg-singen von Zecken war übrigens nur bedingt ein Witz, das habe ich gestern erst in einer Pferdegruppe auf Facebook als ernst gemeinten Ratschlag auf die verzweifelte Hilfesuche einer Pferdebesitzerin gelesen. Inklusive Name eines sogenannten Schamanen, der Zecken wohl besonders effektiv weg-singt. Ich musste dann doch grinsen und mir viel so manches Stück „Musik“ ein, bei dem ich als Zecke auch Reißaus nehmen würde, egal ob es nun ein Schamane singt oder nicht… Aber Spaß bei Seite. Mit Naturheilkunde wird viel Schmu getrieben, das ist inzwischen bekannt. Dabei muss es nicht immer die – oft zu Recht gefürchtete – „chemische Keule“ sein, denn viele natürlichen Mittel enthalten genauso wirksame Wirkstoffe wie ihre Verwandten aus dem Labor.

Ein Beispiel gefällig? Man denke an Digitalis, genauer Digitalisglykoside, die sehr wirksam zur Behandlung von Herzkrankheiten eingesetzt werden. Genau den gleichen Wirkstoff findet man auch in einer Pflanze namens Fingerhut, die oft in heimischen Gärten wächst (hochgiftig übrigens, also Finger weg vom Fingerhut 😉)

Fingerhut – gibt es in vielen Farben und alle sind hochgiftig und nicht für den Verzehr geeignet!

Lange Rede, kurzer Sinn: Natürliche Mittel können helfen. Ein wunderbares Beispiel sind Rezepturen mit Mariendistelöl. Je nach Hersteller findet man wertvolle Zusammenstellungen mit Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen. Außerdem wirkt Mariendistel ausgleichend auf die Leber, das wichtigste Entgiftungsorgan des Körpers. Einfach mal bei GoogleMariendistelöl Pferdeingeben, dann findet Ihr eine ganze Menge Infos und auch Angebote. Achtet darauf, dass das Öl kalt gepresst und natürlich gewonnen wurde und nicht mit Mineralöl verunreinigt ist, denn Mineralöl ist zwar billig, Ihr wollt es aber sicher nicht in Eurem Pferd haben.

Ein Thema, bei dem ich Euch nur von Natürlichen und Hausmitteln abraten kann ist das Entwurmen. Pferde sollten dringend und regelmäßig entwurmt werden und zwar mit zugelassenen und sinnvollen Wurmmitteln vom Tierarzt. Keine Angst übrigens, dass die Anthelmintika, wie Entwurmungsmittel „auf schlau“ heißen, Euer Pferd oder dessen Magen-Darm-Trakt schädigen. Diese Mittel sind zwar giftig aber eben nur für Würmer, Finnen, Larven und andere Parasiten-Stadien, die sich im Pferd aufhalten.

Ihr fragt Euch, wie das sein kann? Würmer haben nun mal einen komplett anderen Stoffwechsel als Pferde. Nehmen wir ein Beispiel. Sicher wissen die Meisten Leser, dass Schokolade für Hunde giftig ist. Mit einer Tafel Zartbitter-Schokolade kann man problemlos einen mittelgroßen Hund töten, für einen kleinen reicht schon eine Tafel Vollmilch. Trotzdem kommt niemand auf die Idee, dass Schokolade prinzipiell immer giftig ist. (Schädlich schon, zu viel Fett, zu viel Zucker und die Zähne finden fortgesetzten Schoko-Kontakt auch nicht so toll, aber giftig eben nur für Hunde, für Menschen nicht.) Das ist vergleichbar mit den eben angesprochenen Wurmmitteln. Für Würmer giftig, für Pferde nicht. Im Gegenteil, das, was die Würmer in Pferden anrichten können geht weit über ein bisschen Bauchweh oder eklige Kotbeimengungen in Form von Bandwurmgliedern hinaus. Strongyliden beispielsweise, eine Wurmart, die im Larvenstadium zeitweise im Blut haust und erst dann im Darm auftritt, kann Arterien verstopfen und so zum Tod des Pferdes binnen weniger Stunden führen.

Ihr seht also, auch die Chemie hat so ihre guten Seiten, auch wenn man bei vielen Dingen gut darauf verzichten kann. Man denke nur an die allseits beliebten, sehr wirkungsvollen Bremsenfallen. Tipp hierfür: achtet darauf, dass Ihr Eure Bremsenfalle nicht in der Nähe von Bienenstöcken aufstellt, denn auch Bienen werden von den warmen Bällen angezogen und können ihnen nicht entkommen. Idealerweise deckt ihr die Bremsenfallen in der Mittagshitze ab und öffnet sie nur in den Morgen- und Abendstunden, wenn die meisten Bremsen schwärmen und Eure Pferde sonst geradezu „auffressen“ 😉

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