Temperatursturz – Gesundheitsgefahr fürs Pferd

Seit Kurzem hat, offenbar mit etwas Verspätung, der Winter Deutschland fest im Griff. Temperaturen von bis zu -20°C machen nicht nur uns Menschen, sondern auch den Pferden das Leben schwer. Worauf sollte man als Pferdebesitzer besonders achten, wenn die Wintertemperaturen auf einmal ungewöhnlich schnell fallen oder wenn es besonders kalt wird?

Vor allem, wenn Sie Ihr Pferd nicht in einem beheizbaren oder klimatisierten Stall halten sondern der Stall nicht beheizt werden kann oder das Pferd gar ganzjährig im Offenstall steht können plötzliche Minusgrade zum Problem werde, vor allem was die problemlose Wasserzufuhr angeht.

Auch im Winter muss das Pferd ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Achten Sie unbedingt darauf, dass die automatische Tränke, falls vorhanden, auch wirklich tadellos funktioniert. Schon kleine Stellen, an denen die Zuleitung näher an einer nur wenig oder gar nicht isolierten Wand verläuft können dafür sorgen, dass die Tränke kein Wasser mehr liefert.

Wichtig:
automatische Tränken müssen nicht nur täglich gesäubert, sondern auch täglich auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft werden. Wenn man am Pferd merkt, dass es zu wenig Wasser hat, liegt bereits eine lebensgefährliche Hypohydratation (Wassermangel) vor, die unbedingt vom Tierarzt behandelt werden muss. Testen Sie also täglich den Zulauf der Tränke. Mit einem einfachen Druck auf den Auslöser kann man sich einfach versichern, dass die Leitungen frei sind und die Tränke funktioniert.

Pferde im Winter - Vorsorgen ist besser als heilen

Pferde im Winter – Gesund durch die kalte Jahreszeit 

Ein weiteres Problem bei derartigen Temperaturen ist, dass das Wasser, falls es nicht gefroren ist, trotzdem extrem kalt in die automatische Tränke läuft. Vor allem wenn das Pferd Pellets bekommt kann es sein, dass es das zu kalte Wasser zu schnell aufnimmt. Die Folge könnte eine Kolik sein. Legen Sie lieber ein oder zwei große Steine in die automatische Tränke. Die Steine müssen so groß sein, dass sie nicht verschluckt werden und sich auch nicht unter der Tränke verklemmen und den Mechanismus stören. Sie sollen einfach nur das Pferd ein wenig beim Trinken behindern und so dafür sorgen, dass das Wasser langsam aufgenommen wird. Ab und an wird empfohlen, ein Büschel Stroh in die Schale der automatischen Tränke zu legen, um den gleichen Effekt zu erhalten. Hiervon würde ich jedoch abraten, da sich im Stroh Bakterien wunderbar vermehren und man die Keime aus den Winkeln und Ecken der automatik nicht mehr richtig raus bekommt. Jedenfalls nicht mit einfachem Putzen. Auf dem Wasser liegendes Stroh ist beim Tränken aus Eimern eine wunderbare Sache, ganz einfach, weil man die Eimer gut reinigen kann und sie keine Ecken haben, in denen sich Schmutz und Keime ansiedeln können. Für automatische Tränken ist diese Methode aber weniger geeignet.

Alternativ können Sie Ihr Pferd auch von Hand (also mit dem Eimer) tränken und ihm das Wasser leicht angewärmt (kein Tee, sondern einfach Wasser, mit dem man sich auch gerne die Hände waschen würde und das nicht brunnenkalt ist) reichen.

A propos Tee: wohltuend auch fürs Pferd sind bei Minustemperaturen Tees. Diese sollten nicht heiß sondern warm gegeben werden und auch die Menge unterscheidet sich etwas vom Tässchen Tee. Ein halbvoller 5l-Eimer kommt schon eher in die Richtung, mit der man beim Pferd punkten kann. Gerne genommen wird beispielsweise Kamillentee, Hagebutte oder auch Brennesseltee. Wer nicht allzu panisch ist was die Zähne angeht kann den Tee auch ein bisschen süßen oder Honig mit rein geben. Sicher eher was, um das Pferd zu betüddeln, aber gerade das macht uns doch allen Spaß, dem geliebten Pferd mal so richtig was feines zu gönnen, oder 😉

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