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Hilfen Teil 1: Schenkelhilfen

Gerade Reit-Anfänger sind oft verwirrt, welche Hilfen es denn nun gibt und wie man mit ihnen was genau beim Pferd erreichen kann. Deshalb soll hier einmal möglichst kurz zusammengefasst werden, welche Hilfen es gibt, wie man sie einsetzt und was sie bewirken. Generell unterscheiden wir beim „englisch“ Reiten drei verschiedene Arten von hauptsächlichen Hilfen: Schenkelhilfen, Gewichtshilfen und Zügelhilfen sowie ergänzende Hilfen wie Stimmhilfen und Hilfen mit Hilfsmitteln wie Gerte oder Sporen. Teil 1 befasst sich mit den Schenkelhilfen:

Die Schenkelhilfen werden mit dem Unterschenkel, genauer gesagt mit der Wade gegeben. Deshalb ist es auch so wichtig, beim Reiten die Ferse tief zu halten. Nur so hat der Wadenmuskel genug Spannung, um eine saubere Hilfe an die Flanke des Pferdes weiter zu geben. Hoch gezogene Absätze verursachen, genau wie ausgedrehte Fußspitzen, immer auch stochernde Fersen und machen damit saubere Schenkelhilfen unmöglich.

Man kann es nicht oft genug sagen: korrekte Hilfen brauchen einen sauberen, ausbalancierten, unabhängigen Sitz! Nur so können alle Hilfen gemeinsam wirken und für das Pferd einen schlüssigen Befehl ergeben. Wichtig: Hilfen werden niemals einzeln gegeben, sie wirken immer gemeinsam.

Die Schenkelhilfen können vorwärtstreibend, seitwärtstreibend oder verwahrend wirken. Der vorwärtstreibende Schenkel gibt direkt am bzw. direkt hinter dem Gurt Druck und treibt das Pferd voran bzw. aktiviert die Hinterhand.

Der seitwärtstreibende Schenkel wirkt eine Handbreite, also ca. 10 cm weiter hinten. Ein häufiger Anfängerfehler ist es, das Bein im Knie abzuwinkeln, um den Schenkel die nötigen cm nach hinten zu bringen. Es muss aber das ganze Bein nach hinten gelegt werden, die Bewegung kommt aus dem Gelenk, welches den Oberschenkel und die Hüfte verbindet, nicht aus dem Knie.

Am einfachsten kann man sich vorstellen, wie genau der Schenkel platziert werden soll, wenn man das Knie 2-3 cm nach hinten bewegt. Damit wird der Schenkel auf dieser Seite perfekt platziert.

Der verwahrende Schenkel liegt in der gleichen Position wie der seitwärts treibende, liegt jedoch verwahrend an der Pferdeseite, ohne Druck auszuüben.

Üben die Unteschenkel, also die Waden, keinen Druck aus, sondern werden nur die Oberschenkel leicht vermehrt ans Pferd gelegt, so verlangsamt es das Tempo. Wichtig ist hierbei, nicht mit den Knien zu klemmen, sondern wirklich nur ein kleines Signal zu geben.

Pferde sind zwar große Tiere, aber sie merken, wenn eine Fliege auf ihrem Hintern landet – also sachte mit den Schenkelhilfen! Die Pferde nehmen schon kleine Veränderungen wahr und reagieren entsprechend. Reagiert ein Pferd nur schwer auf die Schenkelhilfen, so ist es wahrscheinlich durch in der Vergangenheit zu starkes Drücken und Klopfen abgestumpft. Dieses Problem kann man nur durch geduldiges Arbeiten am Problem beheben, nicht, indem man weiter mehr Druck ausübt.

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